Karl Schulze Temming-Hanhoff ist mit seinen Dackeln erfolgreich

„Cleopatra“ und „Cicero“ brauchen Streicheleinheiten

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Karl Schulze Temming-Hanhoff mit dem Wanderpreis „Saufeder“ und den Dackeln „Cleopatra“ (links) und „Lorbas III“.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Wer den Wildeshauser Karl Schulze Temming-Hanhoff besucht, der kommt an zweien nicht vorbei – an dem Dackel-Geschwisterpaar „Cleopatra“ und „Cicero von der Schabböge“. Sie verstehen es meisterhaft, sich ihre Streicheleinheiten abzuholen, ehe sie den Weg frei machen. Und Temming-Hanhoff ist stolz auf seine Vierbeiner, denn mit all seinen Rauhaardackeln konnte er schon einige Preise abräumen.

Bereits seit 1962 ist der 78-Jährige Jäger. 1995 hat er sich seinen ersten Dackel zugelegt: „Ich wollte nach meiner Pensionierung eine Freizeitbeschäftigung haben.“ Derzeit hält er die „Saufeder“, den Wanderpreis für den Tagessieger der Verbands-Schweißprüfung des Jagdgebrauchshundeverbandes Bremen. „Den habe ich mit ,Lorbas III‘ – mit ,Cicero‘ – in Rotenburg an der Wümme errungen. Bei mir heißen nämlich alle Rüden ,Lorbas‘.

Und der Wildeshauser gerät ins Schwärmen, wenn er seine beiden dicken Ordner präsentiert, die randvoll sind mit Auszeichnungen für seine Hunde. „Mein erster Dackel hieß ,Nero vom Kranichbruch‘, für mich ,Lorbas I‘. Ich hatte damals noch sehr wenig Ahnung, aber dieser Hund war so gut, dass er von Beginn an bei allen Prüfungen Bestpreise errungen hat.“ Dabei zeigt er auf eine Urkunde, mit der das Tier als bester Gebrauchsteckel des Jahres 1996 ausgezeichnet wurde.

2001 hat Temming-Hanhoff dann nach eigener Aussage die Zuchterlaubnis bekommen. „Cicero und Cleopatra sind mein dritter Wurf, was auch dass C als Anfangsbuchstabe aussagt“, erzählt der Wildeshauser. 2003 habe er sich „Lorbas II“ („Bert vom Geestmoor“) und „Missmarpel von der Espenmoor-Koppel“ zugelegt, die beide Gebrauchssieger des Deutschen Teckel-Klubs (DTK) wurden: „Mit den beiden wollte ich die Zucht beginnen, aber es sollte nicht sein. Die ersten vier Welpen wurden tot geboren, und der Hündin musste die Gebärmutter entnommen werden.“ Wenig später habe er sich dann die Hündin „Rapunzel“, die Schwester von „Missmarpel“, zugelegt: „Diese habe ich in Rüya‘ umbenannt. Der Name stammt aus dem Türkischen und bedeutet Traum, denn genau das war das Tier.“

Von ihr und „Lorbas II“ stammen „Lorbas III“ und „Cleopatra“ ab – seine jetzigen Wegbegleiter, die völlig unruhig werden, wenn sich Herrchen seine Jagdkleidung anzieht: „Dann wissen sie genau, dass es jetzt nach draußen geht.“ Sicher sei er stolz auf seine Tiere: „Ich hatte bislang noch keinen Teckel, mit dem ich keinen Preis gewonnen habe. Alle waren super in Schuss und für die Jagd sehr gut zu gebrauchen.“

Wie gut seine beiden jetzigen sind, dürfte die Tatsache beweisen, dass sie während einer Gebrauchshundeprüfung in Bremen von 15 Hunden die einzigen gewesen sind, die die Höchstpunktzahl von 220 erreicht haben, gefolgt von einem Teckel mit nur 186 Punkten. Während einer Prüfung auf einer 40 Stunden alten Schweißfährte belegten sie in Borgstede den dritten Platz.

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