Stadtrat gibt Mittel für Stellenbesetzung frei

Citymanager oder -managerin gesucht

Die Innenstadt von Wildeshausen: Neue Ideen sollen die Attraktivität steigern.
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Die Innenstadt von Wildeshausen: Neue Ideen sollen die Attraktivität steigern.

Wildeshausen – Es sei die größte Herausforderung in den kommenden Jahren, einen Kopf zu finden, der die Belange der Stadt voranbringe. Das sagte Bürgermeister Jens Kuraschinski am Donnerstag im Rahmen der Ratssitzung mit Blick auf die Ausschreibung einer Stelle für einen Citymanager oder eine -managerin.

Wie berichtet, sollen der Innenstadt-Experte oder die Expertin unter anderem das Einzelhandelsentwicklungskonzept fortschreiben sowie eine Auswirkungsanalyse der Sortimentsbeschränkungen in den Bereichen außerhalb der Innenstadt vornehmen.

Die Fachkraft soll Ideen entwickeln, wie die Innenstadt attraktiver werden kann und eine Wildeshausen-App mit digitalem Stadtrundgang installieren.

Der Stadtrat beschloss einstimmig, eine Stelle auszuschreiben, die sich aus der demnächst vakanten halben Stelle eines Wirtschaftsförderers und einer bis zum 31. März 2023 finanzierten Stelle zusammensetzt, die aus Mitteln des Sofortprogramms „Perspektive Innenstadt“ finanziert werden soll.

„Die Bewerberlage wird nicht besonders gut sein“, befürchtete Stephan Rollié (CDW). „Die Stelle ist nicht sehr attraktiv, aber wir sollten endlich anfangen und etwas ausprobieren.“

Es stehen 380.000 Euro zur Verfügung

Das war auch die Einschätzung der meisten anderen Ratsmitglieder. Matthias Kluck (SPD) äußerte die Hoffnung, dass es bald tatsächlich die schon seit Jahren von ihm geforderte App gibt, die eine sinnvolle Ergänzung zum Einkaufen vor Ort sein könnte. Wolfgang Sasse (CDU) ahnte jedoch, dass die Förderung des Landes in Höhe von 345.000 Euro zuzüglich des Anteils der Stadt von 35.000 Euro bei Weitem nicht reichen wird. „Das ist ein ganz wichtiges Projekt“, sagte er. „Aber wir werden wohl noch mehr Geld in den Haushalt einstellen müssen.“ Er hoffe, dass die Stadt mit der ganzen Stelle eines Innenstadtmanagers erfolgreich sein könne. Seiner Ansicht nach sei die Innenstadt aber schon durch einige Initiativen lebendiger geworden.

„Es ist kein Geheimnis, dass in der Innenstadt einiges verbessert werden kann“, betonte Kreszentia Flauger (Linke). „Von daher ist es richtig, die Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Wir sollten uns zeitnah zusammensetzen, um Ansatzpunkte für Initiativen zu finden und dabei auch die Bürger einbeziehen.“

Rainer Kolloge: „Schwierigstes Thema für den Stadtrat“

Rainer Kolloge (UWG) ahnte: „Das wird das schwierigste Thema für den Stadtrat in den kommenden fünf Jahren.“ Der Erfolg hänge maßgeblich davon ab, welche Person das Citymanagement übernehme. „Wir benötigen hier Quartierskonzepte, damit wir nicht nur auf Wünsche von Investoren reagieren müssen“, so Kolloge. Für ihn sei es das Wichtigste, das kulturelle Leben in der Stadt auszubauen und zu stärken. Ein wesentlicher Pfeiler sei die Einrichtung des Urgeschichtlichen Zentrums im ehemaligen Feuerwehrhaus. Damit könne man Menschen aus der näheren Umgebung anlocken.

Die Stadt kann nun zeitnah die Stelle eines Innenstadtmanagers oder einer -mangerin ausschreiben. Die Stellenbesetzung darf dann jedoch erst nach der Förderzusage erfolgen. Diese soll nach Angaben des Landes jedoch unkompliziert möglich sein.

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