63,39 Prozent der Stimmen im Landkreis Oldenburg

Christian Pundt als neuer Landrat gewählt

Christian Pundt (l.) wurde schon vor dem amtlichen Wahlergebnis als klarer Sieger mit einem Blumenstrauß gratuliert. Erste Gratulanten Kreistagsvorsitzender Hartmut Post und Landrat Carsten Harings (r.).
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Christian Pundt (l.) wurde schon vor dem amtlichen Wahlergebnis als klarer Sieger mit einem Blumenstrauß gratuliert. Erste Gratulanten Kreistagsvorsitzender Hartmut Post und Landrat Carsten Harings (r.).

Landkreis – Christian Pundt ist der neue Landrat im Landkreis Oldenburg. Der 48-jährige parteilose Kandidat konnte sich bei der Wahl am Sonntag klar gegen seine Mitbewerberin Sabine Drees durchsetzen und nahm gegen 20 Uhr im Kreishaus schon die ersten Glückwünsche von Landrat Carsten Harings entgegen.

Pundt erhielt 63,39 Prozent der Stimmen und kann damit am 1. November die Nachfolge von Landrat Carsten Harings antreten, der sich nicht erneut zur Wahl gestellt hatte. Drees erreichte immerhin 36,61 Prozent der Stimmen.

Pundt hatte als scheidender Bürgermeister der Gemeinde Hatten schon im Wahlkampf großen Rückhalt gehabt, weil er von SPD, Grünen, FDP, Linken, UWG, CDU und Freien Wählern unterstützt wurde. Die Christdemokratin Drees hingegen war zunächst von der CDU in die engere Wahl gezogen worden. Die Christdemokraten hatten sich jedoch dann mehrheitlich in einer geheimen Abstimmung auch für Pundt entschieden. Das wiederum führte dazu, dass Drees als unabhängige Kandidatin ins Rennen ging und nun immerhin einen Achtungserfolg erzielte.

Christian Pundt tritt sein neues Amt am 1. November an

Pundt ist seit dem 1. November 2014 als Bürgermeister der Gemeinde Hatten tätig. „Gemeinsam mit Rat und meinem Team in der Verwaltung haben wir vor Ort sehr viel geschafft. Wir binden alle Generationen ein und haben immer ein offenes Ohr für Ideen, Anregungen und auch Kritik. Dadurch konnten wir gemeinsam sehr gute Ergebnisse erzielen“, bilanziert er. Jetzt, so Pundt, wolle er seine ganze Kraft für den Landkreis einsetzen. „Die heutige Zeit erfordert Lösungen, die sich außerhalb von Schemata entwickeln lassen“, erklärt er. Er wolle die wichtigen Themen der Gegenwart und Zukunft im Sinne aller Menschen im Landkreis Oldenburg bearbeiten. Dabei setzt Pundt nach eigenen Angaben auf parteiübergreifende Lösungen für die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Wirtschaft, Bildung und der Infrastruktur (ÖPNV, Radwege).

„Die Aufgabe eines Landrates erfordert dabei weitaus mehr als eine gezielte Tätigkeit mit globalem Themen. Vor Ort sind eigene Lösungen gefragt“, sagt der 48-Jährige.

Schon vor wenigen Monaten hatte Pundt ein Programm für die ersten 100 Tage seiner Amtszeit angekündigt. Ganz oben steht bei ihm, sich schnell im Führungsteam eine Vertrauensbasis zu verschaffen. Dazu gehöre auch, dass Amtsleiter eigenständig Entscheidungen treffen und Auskünfte geben dürfen, wenn es ein grundsätzliches Einvernehmen mit der Amtsleitung gebe.

„Ich möchte schnell die Zusammenarbeit mit den Kommunen angehen“, so Pundt mit Blick darauf, dass die Städte und Gemeinden dringend eine finanzielle Entlastung bekommen sollen. Mit das wichtigste Thema des Kandidaten für die ersten 100 Tage seiner Amtszeit ist der Klimaschutz. „Das ist nicht verhandelbar und geht nur mit einer starken Wirtschaft“, sagte Pundt.

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