Christdemokraten halten Häuserzeile am Markt nicht für erhaltenswert

CDU: „Wir dürfen Investoren nicht sofort vergraulen“

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So sieht eine erste Skizze des Wohn- und Geschäftshauses vor, die noch deutlich variiert werden kann Zeichnung: Wolfgang Nass

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. „Investoren sind in Wildeshausen willkommen. Wir dürfen gute Konzepte nicht gleich verreißen.“ Mit diesen Worten kritisierte die CDU-Ratsfraktion in Wildeshausen, wie vor wenigen Wochen mit Planern umgegangen wurde, die am Marktplatz ein Wohn- und Geschäftshaus errichten wollen – dafür aber den Abriss von bestehenden Gebäuden vorsehen.

Günter Lübke, Bernhard Block und Wolfgang Sasse (alle CDU) machten in diesem Zusammenhang deutlich, dass der Rat vor wenigen Monaten ausdrücklich mit der Verabschiedung des Einzelhandels-Entwicklungskonzeptes Position für neuen und großflächigeren Einzelhandel bezogen hat. „Es kann nicht sein, dass zuerst gefordert wird, dann jemand liefert und wir das gleich öffentlich verreißen“, so die Christdemokraten, die sich in den vergangenen Tagen intensiv mit den Gebäuden rund um den Marktplatz beschäftigt haben. Anhand von alten Fotos lässt sich leicht erkennen, dass die Gebäude in dem Bereich, der nun neu beplant werden soll, deutlich verändert wurden. „Ein Denkmalschutz ist auszuschließen“, so Block. „Zudem scheinen die Gebäude wenig erhaltungswürdig zu sein.“ Dazu müsse man auch in den hinteren Bereich schauen, in dem einige Freiflächen seien, die zukünftig anders genutzt werden könnten. „Eine Gestaltungssatzung macht eigentlich nur bei einem geschlossenen Stadtbild Sinn“, sagt Block.

Sehr bedauerlich finden es die Christdemokraten, dass bislang gar nicht optisch verdeutlicht wurde, wie ein neues Gebäudes aussehen könnte. „Viele glauben, da kommt ein großer Block hin“, so Lübke. Das sei aber gar nicht der Fall. Die Präsentation in der Öffentlichkeit sei allerdings auch nicht optimal gelaufen.

Unsere Zeitung kann nun erstmalig öffentlich zeigen, wie sich der Planer in ersten Entwürfen eine neue Fassade vorstellen könnte. Die Skizzen sind jedoch noch deutlich variierbar und die Bürger sollen bei der Optik ein Mitspracherecht haben, heißt es vom Investor, der hofft, am Marktplatz insgesamt 1200 Quadratmeter Einzelhandelsfläche anbieten zu können. Damit wäre es möglich, in bester Lage attraktive Geschäfte anzusiedeln. Dem Vernehmen nach gibt es Interessenten, die den Einzelhandel in der Wittekindstadt deutlich aufwerten würden. Der Investor berichtete zudem, dass er eine Tiefgarage mit 44 Stellplätzen plant. In der ersten Etage würden Büros eingerichtet, im Staffelgeschoss wäre Platz für Eigentumswohnungen.

Insbesondere die UWG hatte das Projekt in der Ausschusssitzung massiv abgelehnt. Die Gebäude dürften nicht abgerissen werden, weil sie historischen Wert hätten, so das Argument. Attraktiven Einzelhandel könne man auch woanders ansiedeln, es gebe ohnehin schon genügend Leerstände in der Stadt.

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