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CDW stellt sich hinter Pläne für Biogasanlagen-Erweiterung in Düngstrup

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Von: Dierk Rohdenburg

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Auf dem Gelände der Biogasanlage: Jörn Ahlers, Christin Rollié, Jens-Peter Hennken, Jan-Hendrik Rode (v.l.).
Auf dem Gelände der Biogasanlage: Jörn Ahlers, Christin Rollié, Jens-Peter Hennken, Jan-Hendrik Rode (v.l.). © CDW

Die CDW-Fraktion im Wildeshauser Stadtrat steht weiter hinter den Plänen von Jörn Ahlers, in Düngstrup die Biogasanlage zu erweitern und kritisiert sowohl die anderen Ratsfraktionen als auch die Stadtverwaltung.

Wildeshausen - In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses war das mehrheitlich abgelehnt worden (wir berichteten). Dabei, so die CDW, seien von den Kritikern des Vorhabens ausschließlich Argumente vorgebracht worden, die einer Überprüfung nicht standhalten (wir berichteten).

„So können und dürfen wir mit investitionsbereiten Wildeshauser Unternehmern nicht umgehen. Sie haben einen Anspruch darauf, dass wir uns mit den vorgestellten Projekten sachlich und konstruktiv auseinandersetzen“, kritisiert der CDW-Fraktionsvorsitzende Hennken in einer Pressemitteilung. „Jeder Antragsteller hat einen Anspruch auf Wertschätzung und respektvolle Behandlung des gestellten Antrags im Rat“, ergänzt Christin Rollié.

Insbesondere moniert Hennken das Verhalten von UWG und der Gruppe Grüne/Linke. Zweimal seien die Ratsmitglieder zur Projektvorstellung eingeladen worden. Einmal auf dem Gelände der Biogasanlage in Düngstrup, einmal zur Besichtigung einer Referenzanlage auf einem ehemaligen Kasernengelände in Dülmen (Westfalen). Beide Male seien nur wenige Ratsmitglieder der Einladung gefolgt. UWG und Die Grünen/Linke seien überhaupt nicht erschienen, um sich sachkundig zu machen. „Das konnte man an den Redebeiträgen der beiden Fraktionen im Bauausschuss auch merken. Viel Meinung bei wenig Ahnung“, so Hennken.

Kritik an „Facebook-Niveau“ der Diskussion

Die CDW-Fraktion kritisiert zudem die Art und Weise, wie das Projekt im Bauausschuss durch den Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge „tendenziös vorgestellt“ wurde. Anschließend sei das Projekt dann von der Politik mittels „alternativer Fakten“ auf „Facebook-Niveau“ zerredet worden. So sei zum Beispiel die Nutzung der Düngstruper Straße für den Werksverkehr der Biogasanlage kritisiert worden, weil sie als zu schmal empfunden wurde. „Dabei ist an keiner Stelle im Projektplan die Düngstruper Straße für den Werksverkehr vorgesehen“, so Jan-Hendrik Rode. „Das Verkehrsgutachten beschreibt völlig nachvollziehbar, dass mit der geplanten Erweiterung der Biogasanlage keine nennenswerte Verschlechterung der Situation verbunden ist.“

Am vergangenen Wochenende hat Hennken nach eigenen Aussagen das Gespräch mit Ahlers nach dessen öffentlich geäußerten Überlegungen, mit dem Unternehmen Wildeshausen verlassen zu wollen, gesucht. „Ich habe ihn inständig gebeten, diesen Gedanken zu verwerfen“, so Hennken. „Es wäre nach der Firma Wilhelm Burmeister und der Fa. NTN Entsorgungssysteme schon das dritte Unternehmen in jüngster Zeit, das Wildeshausen verlassen müsste, weil die Verwaltung und Politik keine Perspektive in Wildeshausen bieten möchte.“

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