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CDW kritisiert Tatenlosigkeit der Stadt beim Klimaschutz

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Von: Dierk Rohdenburg

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Mehr Fotovoltaik auf städtischen Dächern: Die CDW beantragt eine Prüfung in Wildeshausen.
Mehr Fotovoltaik auf städtischen Dächern: Die CDW beantragt eine Prüfung in Wildeshausen. © dpa

Wildeshausen – Die CDW-Fraktion im Wildeshauser Stadtrat beantragt, unter Einbeziehung der Energieberatung des Landkreises Oldenburg die Möglichkeiten zur Installation von Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der städtischen Gebäude zu prüfen, sowie die maximale Belegungsfläche zu ermitteln.

Konkret geht es der Fraktion um Gebäude wie Stadthaus, Krandelbad, Feuerwachen, Bauhof, Krandelstadion, die Schulen sowie die Sporthallen und die Kindergärten.

„Bei den Überlegungen ist auch die Möglichkeit der Stromproduktion zur Nutzung von Wärmepumpen als Heizung der Gebäude zu betrachten – beispielsweise als Ausbau- und Erweiterungsmöglichkeit“, so der Fraktionsvorsitzende Jens-Peter Hennken.

Die CDW möchte zudem erreichen, dass die Kosten für die Installation und jährliche Wartung der Fotovoltaikanlagen ermittelt und mögliche Fördermittel gesucht werden.

„Spüren von der Klimaschutzrichtlinie wenig bis nichts“

Hennken verweist darauf, dass seit Juli 2020 der Klimaschutz bei allen Maßnahmen und Entscheidungen der Stadt Wildeshausen eine sehr hohe Priorität haben soll. „Zusammenfassend ist auch nach nun fast zwei Jahren festzustellen, dass den mit der Richtlinie verfolgten Zielen noch nicht ausreichend Rechnung getragen wird. Im Klartext: Von der Klimaschutzrichtlinie spüren wir in der Praxis wenig bis nichts“, so Hennken. „Mehr Klimaschutz in unserem täglichen Handeln ist aber notwendig, um die im Bund beschlossenen und von einer großen Mehrheit der Bevölkerung mitgetragenen Klimaziele nachhaltig zu unterstützen.“

Die CDW kritisiert zudem, dass bei der Abwägung der Stadtverwaltung immer noch ökonomische Aspekte im Vordergrund stehen. „Demnach findet in der Verwaltung regelmäßig eine Abwägung statt, inwiefern eine ökologische Verbesserung auch wirtschaftlich ist“, so Hennken. „Dieses steht jedoch im Widerspruch zu der durch den Stadtrat beschlossenen Klimaschutzrichtlinie.“

„Gehört haben wir seitdem nichts mehr“

Die CDW weist darauf hin, dass der Verwaltungsausschuss am 8. Juli 2020 beschlossen hatte, Betreiber von Fotovoltaikanlagen im Bereich des Feuerwehrhauses und der Turnhalle Holbeinschule zu suchen und bisher nicht untersuchte Dachflächen hinsichtlich der Eignung einer Prüfung unterziehen zu lassen. „Gehört haben wir seitdem aber nichts mehr. Ergebnisse der beschlossenen Untersuchungen liegen der Politik bisher nicht vor“, kritisiert Hennken. Im September 2021 habe sich die Stadtverwaltung mit eigenen Ideen zur Umsetzung des Beschlusses geäußert und Kooperationen/Partnerschaften mit der Bremer SWB-Gruppe oder anderen Dienstleistern ins Spiel gebracht. Die CDW-Fraktion wäre sehr interessiert, den aktuellen Stand im Rahmen der Diskussion dieses Antrages im Fachausschuss zu erfahren, so Hennken.  

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