Zuschusszusage der Stadt Wildeshausen erfolgt jedoch erst später

CDW fordert siebenstelligen Betrag für das Johanneum

Gute Aussichten für das Johanneum: Stadt und Landkreis wollen den Ausbau finanziell bezuschussen.
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Gute Aussichten für das Johanneum: Stadt und Landkreis wollen den Ausbau finanziell bezuschussen.

Wildeshausen – Das Krankenhaus Johanneum kann mit einer finanziellen Unterstützung der Stadt Wildeshausen für die Erweiterung rechnen. Dieses Signal ging vom Finanzausschuss aus, der am Donnerstagabend im Rathaus tagte.

In der Haushaltsplanung für die kommenden zwei Jahre steht zwar keine Summe, die an die Klinik überwiesen werden soll. „Wir werden aber nächstes Jahr in die Gespräche mit dem Johanneum einsteigen. Wir sollten hier jetzt mehr Selbstdisziplin üben“, kündigte Bürgermeister Jens Kuraschinski angesichts reger Diskussionen an. Er verwahrte sich damit auch gegen den Vorschlag von Stephan Rollié (CDW), einen siebenstelligen Betrag mit Sperrvermerk in den Haushalt einzustellen. Das, so Rollié, sei ein starkes Signal der Stadt für das Krankenhaus, für das man jahrelang kein Geld ausgegeben habe. „Wenn wir keine Verantwortung übernehmen, dann ist das Krankenhaus bald nicht mehr da“, betonte der Ratsherr.

Wie berichtet, benötigt das Johanneum nach aktuellem Stand 2,86 Millionen Euro von der Stadt, um die noch bestehende Deckungslücke zu stopfen. Das Gesamtprojekt soll 37,8 Millionen Euro kosten, vom Landkreis Oldenburg kann die Stiftung Johanneum 3,44 Millionen Euro erwarten. Das Land Niedersachsen zahlt 29,5 Millionen Euro. Wobei, so merkte es Rainer Kolloge (UWG) an, die Landesförderung ja zu großen Teilen aus den Abgaben der Landkreise gespeist wird.

Durch die Bank stehen die Wildeshauser Politiker hinter dem Krankenhaus. „Das Johanneum ist mir sehr wichtig“, betonte Kolloge. Glücklicherweise hätten sich Überlegungen des Bundes, kleinere Häuser zu schließen, mittlerweile erledigt. Jens-Peter Hennken (CDW) erklärte, dass die Stadt in jedem Fall einen Zuschuss zahlen muss: „In Twistringen wird beispielsweise richtig investiert. Die Großkliniken rücken näher heran. Deshalb muss das Wildeshauser Krankenhaus unterstützt werden.“

Deutlich gemacht wurde im Rahmen der Sitzung aber auch, dass die Stiftung Johanneum in der Bringschuld ist. Das Krankenhaus sei ihm ein großes Anliegen, so Wolfgang Däubler (UWG), aber die Stiftung müsse Zahlen über ihren Eigenanteil vorlegen. Manfred Rebensburg (Grüne) sah das ähnlich: „Wenn ich ein Darlehen haben will, dann muss ich alles zeigen, was ich habe. Das gilt insbesondere dann, wenn es sich um ein Geschenk handelt.“

Unter dem Strich erhält die Stiftung nun keine Zusage über die Höhe einer Zuwendung. Sicher ist aber, dass die Stadt in die Haushaltsjahre 2023 und 2024 eine Summe einstellen wird. Wie hoch diese sein wird, hängt am Ende auch von den Zuwendungen des Landkreises ab.

Mit 15 000 Euro kann hingegen die DLRG-Ortsgruppe rechnen, die das Geld für den Bau eines Rettungs- und Schulungszentrums benötigt. Der Bürgerbusverein erhält voraussichtlich 15 000 Euro für die Aufrechterhaltung seines Fahrbetriebs und das Kino soll auf Antrag von Kolloge anstelle der veranschlagten 10 000 Euro 13 000 Euro erhalten. Alle weiteren Antragsteller gehen leer aus.  dr

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