Christdemokraten sehen für den Handwerkerhof keine Notwendigkeit der Anbindung an die Visbeker Straße

CDU/FDP: „Grundstück an Elektro-Hoge verkaufen“

So soll das neue Gebäude von Hoge aussehen.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Mit Unverständnis reagiert die Gruppe CDU/FDP auf den neuerlichen Vorstoß der SPD bezüglich des in der heutigen Tagesordnung des Rates zur Entscheidung anstehenden Verkaufs eines Gewerbegrundstückes an der Visbeker Straße. „Mir ist es ein absolutes Rätsel, was damit bezweckt wird“, so Uwe Dekker in einer Pressemitteilung.

„Hier wird unter Umständen wieder ein Gewerbetreibender verscheucht. Wer will denn hier noch investieren?“ Die Firma Elektro-Hoge sei im Jahre 2000 gegründet worden und beschäftige heute 22 Mitarbeiter sowie sechs Auszubildende. Für eine vernünftige Weiterentwicklung fehle aber am jetzigen Standort ganz einfach die Fläche.

Um für spätere Erweiterungen ausreichend Fläche zur Verfügung zu haben möchte die Firma das gesamte Areal an der Visbeker Straße kaufen. Andere Firmen in unmittelbarer Nachbarschaft hatten in den vergangenen Jahren nur Teilflächen gekauft und sich Nachbarflächen teilweise auf Jahre unentgeltlich reservieren lassen. Dazu gab es dann noch Wirtschaftförderung.

„Hoge möchte seine Erweiterungsflächen gleich mit kaufen und auch bezahlen. Besser geht es nicht. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?“, fragt Decker. „Wildeshausen kann sich freuen, dass ein solches Unternehmen hier bleiben und wachsen möchte. Stattdessen wird von der Verwaltung eine Umsiedlung nur halbherzig begleitet, die SPD scheint auch zu schwimmen, und auch der Antrag auf Wirtschaftsförderung scheint nicht auf Gegenliebe zu stoßen.“ Es bleibe zu hoffen, dass der Bürgermeister für den Verkauf stimme und sich nicht, wie so oft, wieder nur enthalte. „Das wäre peinlich und würde zeigen, dass Shahidi nicht hinter den städtischen Gewerbetreibenden steht“, so Uwe Dekker.

Auf jeden Fall möchte die Gruppe CDU/FDP verhindern, dass durch eine erneute Beratung in den Gremien die ganze Entscheidung verzögert wird. Denn dann drohe unter Umständen die Verlagerung des Betriebes Hoge in die Gemeinde Dötlingen. „Die Gruppe CDU/FDP sieht für das sicherlich interessante Projekt der Firma Müller auch keine Notwendigkeit der direkten Anbindung an die Visbeker Straße. Der Handwerkerhof könnte nach Erschließung der hinter dem zur Beratung anstehenden Grundstück liegenden Flächen immer noch in ausgezeichneter Lage realisiert werden“, so Decker. Zudem wären dort noch größere Flächen als die von der SPD ins Gespräch gebrachten 5 000 Quadratmeter frei. Damit wäre eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Müller-Projektes möglich.

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