Dringlichkeitsantrag im Ausschuss

CDU-Ratsherr Stefan Brors kritisiert fehlende Krippenplätze

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Bislang wurden am Kindergarten Sternschnuppe nur die Erdarbeiten durchgeführt. Hier ist ein Anbau geplant.

Wildeshausen - Die Zahlen, die unsere Zeitung veröffentlicht hat, sind nach Ansicht von CDU-Ratsherr Stefan Brors alarmierend: In Wildeshausen fehlen rund 60 Krippenplätze und voraussichtlich noch 47 Kindergartenplätze. Diese Informationen erhielten die Politiker auch im Verwaltungsausschuss.

Deshalb, so Brors, muss nun dringend etwas geschehen. „Bei mir läuten die Alarmglocken“, schreibt der Christdemokrat, der seit Jahren zügiges Handeln bei der Kinderbetreuung anmahnt. 

Offenbar, so teilt er in einem Brief an Bürgermeister Jens Kuraschinski sarkastisch mit, würden Kämmerer Thomas Eilers und Fachbereichsleiterin Rita Manietta auch im 21. Jahrhundert immer noch mit einer „Glaskugel“ arbeiten und ließen keine zuverlässige Arbeit im Kindertagesstättenbereich zu. 

„Wie vergangenes Jahr im März im Fachausschuss zu hören war, fehlten uns zum 1. August 2017 rund 30 Krippenplätze. Dieses Problem sollte durch die zeitnahe Umsetzung je einer zusätzlichen Krippengruppe im Kindergarten Farbenfroh und in der Sternschnuppe gelöst werden“, so Brors.

Bedarf war früh zu erkennen

„Wie erwartet, war im November im Ausschuss ein weiterer Bedarf für 2018 schon zu erkennen, und die Politik schlug den Bau einer Krippe im Kindergarten Regenbogen in Kleinenkneten vor.“ Nachdem er dann aber vor wenigen Tagen erfahren habe, dass beim Kindergarten Sternschnuppe jetzt erst mit den Erdarbeiten begonnen wurde und für Kleinenkneten noch nicht einmal ein Plan in Arbeit sei, sehe er für die weitere Entwicklung in Wildeshausen, was Kinderbetreuung betrifft, schwarz.

Nun beantragt Brors für die am 17. April geplante Sitzung des Ausschusses für Ordnung, Soziales und Familie, dass die Verwaltung einen Lösungsvorschlag unterbreitet, damit alle Kinder, die einen Betreuungsplatz benötigen (Krippe, Kindergarten, Hort mit Ferienbetreuung), diesen auch erhalten.

Finanzielle Auswirkungen sollen präsentiert werden

Dabei denkt Brors sowohl an städtische Einrichtungen, aber auch an Träger wie das Rote Kreuz, das vor knapp einem Jahr ein Angebot vorgelegt hatte. „In dem Vorschlag der Verwaltung könnte auch eine Mobilbaukrippe zur Überbrückung der Bauzeit eines festen Gebäudes dargestellt werden“, so der Ratsherr. 

Dem Ausschuss seien zudem die finanziellen Auswirkungen unter Berücksichtigung der Fördermöglichkeiten zu berichten, um diese dann anschließend im Finanzausschuss beraten zu können.

dr

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