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CDU offen für alternative Industriegebietspläne

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Von: Dierk Rohdenburg

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Umstritten: Für das geplante Industriegebiet Wildeshausen-West müssten mindestens rund 25 Hektar Wald weichen.
Umstritten: Für das geplante Industriegebiet Wildeshausen-West müsste viel Wald weichen. © Hansemann

Wildeshausen – Die CDU in Wildeshausen macht in einer Pressemitteilung vom Dienstag deutlich, dass sie eine Entwicklung des geplanten Industriegebietes Wildeshausen-West nicht „um jeden Preis“ unterstützen will und schon gar nicht der „Steigbügelhalter einzelner Grundstückseigentümer“ sein möchte, „die mit immer neuen Forderungen möglichst hohe Veräußerungsgewinne erzielen möchten“.

Hintergrund dieser Meldung ist, dass nach Informationen unserer Redaktion einer der Eigentümer jetzt einen deutlich höheren Quadratmeterpreis verlangt haben soll als der, der bei den Verhandlungen mit der Nanz-Gruppe festgesetzt worden war.

Der Wildeshauser CDU ist es laut Pressemitteilung vorrangig wichtig, Wildeshausen als Wirtschaftsstandort zu sichern. „Seit mittlerweile 20 Jahren zieht sich die Entwicklung des im Raum Wildeshausen sowie im Landkreis Oldenburg benötigten Gebietes aus Gründen, die die Politik nicht zu vertreten hat, in die Länge und führt zu Irritationen“, kritisiert der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Stadtrat, Marcell Görke. „Uns geht es in erster Linie darum, in Wildeshausen an einem verkehrsgünstigen Standort Flächen nachhaltig zu entwickeln, um die Kreisstadt als Wirtschaftsstandort zu sichern. Diese Entwicklung soll im Einklang mit den sozialen, wirtschaftlichen und die Umwelt schützenden Anforderungen, auch in Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen, erbracht werden“, so Görke, der auch Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes ist.

Marcell Görke
Marcell Görke © Klaus Sekuly

Nach der Erfahrung mit inzwischen zwei gescheiterten externen Projektentwicklern, schlägt die CDU-Fraktion eine Prüfung der weiteren Entwicklung des Industriegebietes West vor, aber auch zu alternativen Standorten sowie eine interkommunale Kooperation mit interessierten Nachbargemeinden und in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Oldenburg. „Betonen möchten wir, dass wir Flächen für Industriebetriebe brauchen, die hochwertige Arbeitsplätze zu fairen Arbeitsbedingungen bieten. Also keinen Autohof, Schlachtbetrieb oder riesige Logistikunternehmen, wie sich eins bereits in Kürze auf dem benachbarten Fliegerhorst in Ahlhorn ansiedelt“, schreibt Görke. „Ebenso sollten wir versuchen, neben den umzugswilligen Wildeshauser Unternehmen zusätzliche Betriebe aus zukunftsorientierten, innovativen und aufstrebenden Branchen anzusiedeln.“

Ulli Kramer
Ulli Kramer © Klaus Sekuly

CDU-Fraktionsmitglied Ulli Kramer sieht die Lebensqualität der Kreisstadt als Chance, um auch neue Unternehmen in Wildeshausen anzusiedeln. „Für das Mittelzentrum Wildeshausen sind moderne klimaneutrale Unternehmen als attraktive Arbeitgeber von enormer Wichtigkeit“, betont er.

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