Tierschützer haben alle Tiere in ihrer Obhut, doch es sind hohe Kosten entstanden

Campingplatz-Katzen benötigen neues Zuhause

Die Kastration und medizinische Behandlung der Katzen hat die Tierschützer fast 2.000 Euro gekostet.

Wildeshausen - Mehr als 20 Katzen fanden sich auf dem verlassenen Campingplatz in Aumühle. Die Bewohner hatten sie einfach zurückgelassen, nachdem der Platz geschlossen wurde. Tierschützer haben sie mittlerweile eingefangen und in Pflege genommen. Allerdings sind dabei hohe Kosten entstanden, und die Katzen müssen vermittelt werden.

„Die Camper sind weg, und die Katzen sind geblieben.“ So lautete die bittere Erkenntnis der Tierschützer im Juli. Denn viele Menschen, die in Aumühle günstig gelebt hatten, mussten den Platz verlassen, weil der Landkreis die Schließung verfügt hatte. Die Unterkünfte genügten nicht den Brandschutzanforderungen, außerdem waren feste Bauten dort nicht genehmigungsfähig. In den Jahren hatten sich die Bewohner allerdings auch Haustiere zugelegt oder wilde Katzen angefüttert. Diese blieben zu großen Teilen auf dem Gelände, ohne dass sich jemand darum kümmerte.

Alle Katzen, die von den Tierschützern in Absprache mit dem Besitzer des Campingplatzgeländes eingefangen wurden, waren nicht kastriert. „Die meisten sind scheu und eignen sich besser für Bauernhöfe oder größere Grundstücke“, so Erika Walsemann vom Tierschutzverein Oldenburg, Zweiggruppe Wildeshauser Geest. Inzwischen sind alle Tiere kastriert, tätowiert, entwurmt und entfloht. „Einige von ihnen werden langsam zahmer, und mit Geduld und liebevoller Behandlung werden sie ganz zahm werden“, betont Walsemann.

Dennoch: Allein für die Kastration sind den Tierschützern annähernd 2.000 Euro Kosten entstanden. Es werden also Spender gesucht, die die Tierschutzarbeit unterstützen und helfen, das Defizit auszugleichen. Aber nicht nur das: „Für die scheuen Katzen suchen wir Höfe oder ähnliches. Die Tiere müssen einige Wochen in einem größeren Raum bleiben, um sich an ihr neues Zuhause zu gewöhnen“, so Walsemann. 

Die Katzen seien zwischen vier Monaten und zwei Jahren alt. „Alle sind gesund und haben es verdient, auf diesem Weg eine neue Heimat zu finden.“ In den Pflegestellen befinden sich Tigerkatzen, weiße Tiere sowie graue Karthäuser-Mischlinge und Schildpatt-Katzen. 

Sie können nach Absprache mit Walsemann unter Tel. 04431/2902 oder 0176/61618337 sowie Susanne Klugmann unter Tel. 0174/7113688 besucht werden. 

Wer spenden möchte, kann das unter folgender Bankverbindung tun: Tierschutzverein Oldenburg e.V., IBAN DE2928066214162300, Volksbank Wildeshauser Geest. Wer eine Spendenquittung ausgestellt haben möchte, sollte die volle Anschrift angeben.

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