Campingplatz Aumühle: Landkreis sieht noch einigen Handlungsbedarf bis zum Sommer/Wolf: „Werden individuelle Wege finden“

Zur Not kommt auch der Bagger vorgefahren

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Hier gibt es noch deutlichen Rückbau-Bedarf.

Wildeshausen - Der Landkreis Oldenburg schlägt zwar noch moderate Töne an, wenn es um die Auflagen geht, den Campingplatz Aumühle in Wildeshausen zurückzubauen, um für einen baurechtlich einwandfreien Zustand zu sorgen. Doch zwischen den Zeilen lässt sich deutlich heraushören, dass die aktuelle Situation noch weit davon entfernt ist, gesetzeskonform zu sein – und dass der Druck demnächst deutlich erhöht wird.

Es gab mittlerweile nach Ende der Vollzugsfrist am 30. April mehrere Begehungen, bei denen sich zeigte, dass an manchen Stellen feste Bauten abgerissen wurden, dass andere Bewohner noch damit beschäftigt sind und wiederum andere keinen Handschlag getan oder einen Anwalt eingeschaltet haben.

„Wir sind einen gehörigen Schritt vorangekommen“, sagt Landrat Carsten Harings. Aber: „Der Landkreis wird alle Bewohner gleich behandeln und deshalb diejenigen, die den Weg bislang nicht mitgegangen sind, an die Hand nehmen.“

Zwar ist der Besitzer des Campingsplatzes erster Ansprechpartner für die Kreisverwaltung, weil er für den derzeitigen Zustand verantwortlich ist, doch voraussichtlich wird sich das Bauamt auch ganz direkt an Bewohner in Aumühle wenden, um ihnen aufzuzeigen, dass sie ihre Gebäude schleunigst zurückbauen müssen. Bleiben dürfen auf dem Platz nur Wohnwagen oder Zelte und kleine Schuppen für Gartengeräte oder Fahrräder.

„Wir werden individuelle Wege finden, ohne den Zeitplan aus den Augen zu verlieren“, sagt Erster Kreisrat Christian Wolf. Während Harings davon spricht, in der kalten Jahreszeit keine Missstände mehr auf dem Campingplatz vorfinden zu wollen, macht Wolf deutlich, dass ein Abschluss der Arbeiten schon im Sommer erfolgen muss. Die Vorgaben des Flächennutzungsplanes und der Campingplatzverordnung seien unzweifelhaft. Das heißt im Klartext: Wenn Anwohner nicht Folge leisten, wird die Hütte vom Bagger abgeschoben – auf Kosten des Besitzers.

Wichtig ist es dem Landrat, deutlich zu machen, dass man bislang maßvoll gehandelt habe. Nachdem seit mehr als einem Jahr über die Missstände nur diskutiert worden sei, habe man aber reagieren müssen. Als Bestätigung dafür, dass das gut gelaufen ist, sieht Harings auch die Tatsache, dass von den Bewohnern niemand im Stadthaus aufgetaucht ist und eine Obdachlosigkeit angezeigt hat. Somit sei wohl keiner in die soziale Not getrieben worden, meint der Landrat.

dr

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