Landkreis verfügt Einstellung des Betriebes / Weitere Nutzung des Areals nicht geklärt

Campingplatz Aumühle: Am 30. Juni ist endgültig Schluss

Wenig ansprechend sieht das Gelände des Campingplatzes in Aumühle derzeit aus. - Foto: dr

wildeshausen - Der Betrieb auf dem Campingplatz in Aumühle ist bis zum 30. Juni komplett einzustellen. So lautet der Inhalt der Verfügung des Landkreises Oldenburg an den Besitzer der Anlage, die jetzt zugestellt wurde. Dieser bestätigte gestern gegenüber unserer Zeitung: „Der Campingplatz wird auf jeden Fall geschlossen.“

„Den Mietern wurde die Kündigung bereits zugestellt“, erklärte Besitzer Hergen Mehrtens. Da die Nutzung auf dem Areal eingestellt wird, endet auch das Engagement seiner Frau als Betreiberin und Ansprechpartnerin für das Bauordnungsamt.

Wie berichtet hatte der Landkreis nach jahrelangen Auseinandersetzungen vor wenigen Wochen die Schließung angekündigt. Die Stilllegung wurde in inhaltlicher Abstimmung und im Schulterschluss mit der Stadt Wildeshausen erklärt. „Wegen eklatanter Verstöße gegen das öffentliche Baurecht ist nach Auffassung der Kreisverwaltung die Betriebsfähigkeit des Campingplatzes nicht mehr gegeben“, hieß es in der Mitteilung. Den Zustand auf dem Areal bezeichneten die Fachleute der Kreisverwaltung als „slumartiges“, anstatt temporäres Wohnen – wofür ein Campingplatz laut Campingplatzverordnung einzig und allein verwendet werden dürfe.

„Wir hätten die Schließung wohl auch selbst angestrebt“, erklärte nun der Besitzer. Es sei deshalb auch kein Anwalt eingeschaltet worden, um die Betriebserlaubnis zu erhalten.

Nach Abschluss der Anhörungszeit setzte der Landkreis nun klare Vorgaben. In der Zeit bis zur Schließung dürfen keine neuen Mieter mehr aufgenommen werden. Niemand darf ab dem 1. Juli auf dem Gelände wohnen – ob in Zelten, Wohnwagen oder festen Häusern. Wie mit den dort illegal errichteten Gebäuden verfahren wird, soll später geklärt werden. Mehrtens kündigte an, dort „klar Schiff“ zu machen. Was er danach mit dem Areal anfangen wolle, könne er noch nicht sagen.

Grundsätzlich ist es nach Auskunft der Kreisverwaltung möglich, dort wieder einen Campingplatz zu eröffnen. Im Rahmen einer Betriebserlaubnis würde aber genau kontrolliert, dass die Nutzung dann dem Gesetz entspricht. Aktuell leben auf dem Gebiet viele Bulgaren in zum Teil baufälligen Gebäuden oder Wagen. Feste Häuser waren dort noch nie erlaubt. Zudem moniert der Landkreis schon seit Jahren fehlenden Brandschutz.

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