Teilstück der Gutenbergstraße soll den Westring und den Bargloyer Weg entlasten

Bypass für neues Baugebiet

Symbolische Eröffnung: Wolfgang Sasse, Hartmut Frerichs, Jens Kuraschinski und Manfred Meyer (v.l.) durchtrennten ein Baustellenband am Beginn der Gutenbergstraße.  
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Symbolische Eröffnung: Wolfgang Sasse, Hartmut Frerichs, Jens Kuraschinski und Manfred Meyer (v.l.) durchtrennten ein Baustellenband am Beginn der Gutenbergstraße.
  • Dierk Rohdenburg
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Wildeshausen – Seit vielen Jahren ist die Gutenbergstraße als Entlastungsstraße für den Westring in Wildeshausen geplant. Sie soll den Durchgangsverkehr im Bereich zwischen der Visbeker und der Ahlhorner Straße ebenso aufnehmen wie die Fahrzeuge, die zu den neuen Baugebieten fahren.

Seit Dienstag ist ein Teilstück zwischen der Buchbinderstraße und dem Bargloyer Weg als Baustraße für alle Verkehrsteilnehmer freigegeben. „Es soll als Bypass dienen, wenn bald die Kreuzung Bargloyer Weg/Westring umgebaut und mit einer Ampelanlage versehen wird“, teilte Bürgermeister Jens Kuraschinski mit.

Baustellenband durchschnitten

Zusammen mit Baudezernent Manfred Meyer, dem Bauausschussvorsitzenden Hartmut Frerichs sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Sasse durchschnitt Kuraschinski ein Baustellenband und gab somit die Strecke frei, die zunächst 428 Meter lang und fünf Meter breit ist. Der Aufbau erfolgte in Asphaltbauweise mit einer Tragschicht von zehn Zentimetern und einer Deckschicht aus einfacher Oberflächenbehandlung. Die Entwässerung ist analog zum Endausbau über den Regenwasserkanal und einen Versickerungsgraben geplant. Die Kosten betragen 520.000 Euro.

„Seit dem Jahr 2001 sind wir mit der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme auf dem Weg“, bilanzierte Kuraschinski. Nach anfänglicher Kritik habe sich gezeigt, dass die Maßnahme sinnvoll sei. Es würden viele Wohnbau- und Gewerbegrundstücke verkauft, was deutlich mehr Verkehr zur Folge habe.

Trasse soll 1 650 Meter lang werden

Der Westring befindet sich seit Jahren an seiner Kapazitätsgrenze. Geplant ist, dass die Entlastungsstraße an der Ahlhorner Straße über einen Kreisverkehr befahren werden kann. In einer Entfernung zum Westring von rund 300 bis 450 Metern mündet sie gegenüber der Ottostraße wiederum über einen Kreisverkehr auf die Visbeker Straße ein. Die geplante Trassenlänge beträgt 1 650 Meter.

Von einer Realisierung ist die Stadt aber voraussichtlich noch Jahre entfernt, weil ihr nicht alle Grundstücke gehören, die benötigt werden. „Wir befinden uns in Kaufverhandlungen“, erklärte Kuraschinski. Er sei zuversichtlich, dass der Lückenschluss irgendwann machbar sei. Ein Teil der Ackerflächen zwischen dem Bargloyer Weg und der Straße An der Reithwiese (Famila) gehören der Stadt bereits. Das ist wichtig, denn demnächst muss im Bauausschuss darüber beraten werden, einen Hochspannungsmasten zu entfernen, der der geplanten Entlastungsstraße im Weg steht.

Rad- und Gehweg geplant

Laut den Entwürfen soll die Gutenbergstraße bei Fertigstellung zwei Fahrstreifen mit jeweils 3,35 Metern Breite haben. Beidseitig der Fahrbahn gibt es durch Grünstreifen abgesetzte Rad- und Gehwege in einer Breite von 2,50 Metern. Das Niederschlagswasser wird über Entwässerungsrinnen und Straßenabläufe an ein Regenrückhaltebecken geführt. Zum Teil soll das Niederschlagswasser aber auch in einem Graben versickern.

Interessant ist auch, dass die geplante Kindertagesstätte an der Weizenstraße zunächst über die Gutenbergstraße erschlossen wird. Die Baufahrzeuge können nur über diese Fahrbahn rollen. Mit Eröffnung des Kindergartens soll aber nach Aussagen von Meyer auch die Weizenstraße fertiggestellt sein. Das ist voraussichtlich im Herbst 2021 der Fall. Wie berichtet, soll es dort zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe geben. Es ist aber nach Bedarf ein Ausbau möglich.  dr

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