Verärgerte Kunden

Busverkehr: Pläne und Realität liegen oft weit auseinander

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Die Buslinie 270 fährt vom Bahnhof in Wildeshausen ab. Dieser Bus startete pünktlich, aber es gibt weiter Probleme.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Wogen schlagen hoch, was die Schülerbeförderung im Landkreis Oldenburg betrifft. Viele Fahrgäste klagen über verspätete Busse, die zudem oft überfüllt sind. Nach eigenen Aussagen arbeitet das Busunternehmen Wilmering aus Vechta rund um die Uhr an Lösungen, steht an Haltestellten, überprüft die Touren per GPS und setzt Verstärkerbusse ein.

Immerhin: Am Freitag hatte Geschäftsführer Leo Wilmering um 10 Uhr keine Fehlermeldung, als es zur Telefonkonferenz mit dem Landkreis Oldenburg ging.

Unternehmen: Zur Verfügung gestellte Pläne waren falsch

Dass es massive Probleme gab und auch noch gibt, räumt Wilmering unumwunden ein. „Wir bedienen ein riesiges Netz mit mehr als 500 Fahrten, die zum Teil voneinander abhängig sind“, erklärte er. Seit dem 1. August ist sein Unternehmen für den Busverkehr im Linienbündel Oldenburg-West zuständig. „Dabei haben wir uns an den Plänen orientiert, die wir bekommen haben. Doch Plan und Realität liegen manchmal weit auseinander“, erklärt Wilmering. In Wildeshausen habe man beispielsweise für die Linie 270 festgestellt, dass die Fahrzeit zu knapp bemessen ist. An anderen Stellen seien neue Wohngebiete entstanden, es gebe Baustellen oder die Subunternehmer hätten früher Absprachen getroffen, die in den Fahrplänen gar nicht aufgezeichnet gewesen seien. „Jetzt, wo wir das übernommen haben, kommen diese Änderungen zum Tragen“, sagt Wilmering. „Wir versuchen, sofort nachzusteuern und hoffen, dass wir das bald im Griff haben.“

Das ist wohl auch dringend erforderlich. Die Kommentare zu unserem Bericht bei Facebook sind an Deutlichkeit nicht zu überbieten: „Für die Kinder ein Horror, bin stocksauer“, heißt es dort. Die Kleinen würden nicht mitgenommen, weil der Bus voll sei. Es fahre nur ein Schulbus über Dötlingen, die Kinder könnten nicht vernünftig aussteigen. „Ich kann nur sagen, das ist das Allerletzte. Seht zu, dass ihr das in den Griff bekommt“, heißt es dort. Ein anderer Leser berichtet: „Mein Junge, neun Jahre alt, seit ein paar Tagen neu an der Schule, kam gar wegen Überfüllung nicht in die Busse und hat verzweifelt Zuhause angerufen.“

Punktgenau kann der Busunternehmer feststellen, wo sich die Fahrzeuge befinden.

Drastisch ist auch die Aussage: „Meine Tochter ,kotzt‘ auch ab. Was ich dabei nicht verstehe ist, warum die Busse trotz steigender Schülerzahlen kleiner geworden sind. Warum werden nicht zu Stoßzeiten Gelenkbusse geschickt. Dass es außerhalb der Schüler-Beförderung schwer ist, das zu rechnen, ist klar. Aber wenn ich mir das morgens ansehe, was der Fahrer da für Verantwortung auf sich nehmen muss, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Wenn dabei was passieren sollte, möchte ich nicht in der Haut der Verantwortlichen stecken. Jedes Schwein auf einem Laster hat mehr Platz.“

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