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Bundesverdienstkreuz für Christa Plate

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Von: Ove Bornholt

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Übergabe im Trauzimmer: Bürgermeister Jens Kuraschinski (von links), Christa und Heiko Plate sowie Landrat Christian Pundt.
Übergabe im Trauzimmer: Bürgermeister Jens Kuraschinski (von links), Christa und Heiko Plate sowie Landrat Christian Pundt. © bor

Die Gästeführerin und ehemalige Wildeshauser Kommunalpolitikerin Christa Plate aus Garmhausen hat das Bundesverdienstkreuz erhalten.

Wildeshausen – 20 Jahre in der Kommunalpolitik und 25 Jahre im Einsatz für den Verkehrsverein: Christa Plate aus Garmhausen hat am Montagnachmittag im Trauzimmer des Rathauses das Bundesverdienstkreuz für ihr langjähriges Engagement erhalten. Sowohl Bürgermeister Jens Kuraschinski als auch Landrat Christian Pundt hoben hervor, dass sich die 74-Jährige diese Auszeichnung redlich verdient habe.

Sowohl im Stadtrat als auch im Kreistag hat Plate gewirkt, stets für die CDU. Sie und ihre Familie hätten die nötige Arbeitszeit für die Kommunalpolitik erst unterschätzt, sagte sie. Aus CDU wurde dann schnell „Christa dauernd unterwegs“. Ihr Mann Heiko hielt ihr den Rücken frei. Das Paar bewirtschaftete lange Jahre einen Hof in Garmhausen. „Mein Herz schlägt für den ländlichen Raum“, betonte Plate. Ein Engagement, das sich lohnte.

Sie habe sich besonders für die Dorferneuerung, die bauliche Entwicklung in den Bauerschaften und die Verlängerung der Betreuungszeit im damaligen Spielekreis in Kleinenkneten eingesetzt, sagte der Landrat in seiner Laudatio. „Ehrenämter sind oft Funktionen, in denen man keinen Dank erntet“, freute er sich, dass es dieses Mal anders ist.

Wobei, gerechnet hatte Plate nicht mit der Auszeichnung. Als das offizielle Schreiben im Mai bei ihr landete, war ihre erste Befürchtung, sie sei zu schnell gefahren. Als klar wurde, dass es um das Bundesverdienstkreuz geht, „war ich sehr überrascht“, sagte sie. „Aber wenn Sie meinen, dass ich das verdient habe“, richtete sie sich bei der Verleihung bescheiden an Bürgermeister und Landrat. Die ließen daran allerdings keine Zweifel aufkommen.

Plate bekannte, sich aus Ärger in der Kommunalpolitik engagiert zu haben. „Wir in der Landgemeinde mussten alle Kläranlagen bauen. Das hat uns tüchtig gestört, man muss sich eben einsetzen, damit man gehört wird“, schlussfolgerte sie damals. Das geplante Urgeschichtliche Zentrum lag und liegt der 74-Jährigen am Herzen.

Unzähligen Besuchern die Stadt gezeigt

Und dieses Anliegen passt gut zu ihrer Tätigkeit beim Verkehrsverein. Vor 25 Jahren ließ sich die Bäuerin zur Gästeführerin ausbilden. „Ich wollte mal was anderes machen“, sagte sie. Unzähligen Besuchern hat Plate seitdem die Stadt gezeigt und konnte mit ihrem Wissen glänzen, schließlich hatte sie durch ihre Tätigkeit im Rat und als stellvertretende Bürgermeisterin viele Einblicke gewonnen.

Auch privat ist einiges los bei der 74-Jährigen. Zu Plates Familie gehören drei Kinder und mittlerweile sechs Enkel. Die erste Bundesverdienstkreuzträgerin der Familie ist sie allerdings nicht, einer ihrer zwei Brüder darf sich ebenfalls mit der Auszeichnung schmücken.

Wobei, da kommt es auf die Feinheiten an, wie der Landrat nach der offiziellen Übergabe deutlich machte. Mit etwas Humor zitierte er aus der offiziellen Trageordnung, wo das Kreuz beziehungsweise der dazugehörige Anstecker am Revers angebracht werden darf. Plate wird sicherlich darauf achten und weiterhin mit viel Herzblut die Stadt Wildeshausen repräsentieren – wie sie es schon seit mehreren Jahrzehnten tut.

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