Gymnasiasten punkten mit Videos über eine Entführung und den Klimawandel

Bundes- und Landespreise gewonnen

Erfolgreiche Wettbewerbsteilnehmer: Finn Drews, Malte Rademacher und Sten Schof (stehend, von links) sowie Yasemin Alkanat, Antonia Bitter, Leonie Leßmann und Anexandra Nickov (sitzend, von links). 
Foto: bor
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Erfolgreiche Wettbewerbsteilnehmer: Finn Drews, Malte Rademacher und Sten Schof (stehend, von links) sowie Yasemin Alkanat, Antonia Bitter, Leonie Leßmann und Anexandra Nickov (sitzend, von links). Foto: bor

Wildeshausen – Heute Wildeshausen, morgen Hollywood? Sieben Schüler des Gymnasiums in der Kreisstadt haben mit ihren Filmen Bundes- und Landespreise gewonnen. Während die drei Neuntklässler Finn Drews, Malte Rademacher und Sten Schoof beim „Europäischen Wettbewerb“ mit einem fünfminütigen Streifen zum Klimawandel überzeugten, drehten Yasemin Alkanat, Antonia Bitter, Leonie Leßmann und Anexandra Nickov aus der 10a den Zehn-Minuten-Film „Camouflage“ – eine Entführungsgeschichte mit französischem Drehbuch und Text im Stil der 1980er-Jahre.

Am Montag überreichten Rektor Andreas Langen und Lehrerin Annemarie Reemts die entsprechenden Urkunden. „Da könnt ihr richtig stolz drauf sein“, sagte die Pädagogin, die den Einsatz der Schüler hervorhob.

So hat das Neuntklässler-Trio den Film „The Climate“ komplett außerhalb der Unterrichtszeit fertiggestellt. Dazu besuchten die jungen Regisseure unter anderem eine Fridays-for-Future-Demo in Bremen. Inspiriert von dem Wettbewerbsthema „Klima in Europa“ setzten sie sich mit der Klimaveränderung, -zielen und -protesten auseinander.

Wegen Corona keine Würdigung in Hannover

Der Lohn sind Preise auf Landes- und Bundesebene, wobei die drei Teilnehmer letztes Jahr schon einen Preis einheimsen konnten, für ihre Doku über die Entwicklung der Europäischen Union. Mit den Erfahrungen von 2019 wollten sie ihren neuen Wettbewerbsbeitrag perfektionieren, was ihnen offenbar auch recht gut gelungen ist. Allerdings wurde aus der Einladung in den niedersächsischen Landtag und der öffentlichen Würdigung ihrer Leistung wegen der Corona-Pandemie bis jetzt nichts.

In eine ganz andere Richtung als der Klima-Film geht der Beitrag der vier Zehntklässlerinnen beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen. Die vier Gymnasiastinnen entwickelten eine Geschichte, die sich um die Entführung eines Mädchens dreht. Ihre vier Freundinnen versuchen, herauszufinden, was passiert ist und sie zu retten. So viel zur vordergründigen Story, aber es geht auch um Freundschaft, Zusammenhalt und Mut. Beim Filme machen wechselten sich die vier Schülerinnen immer wieder ab, standen mal hinter, mal vor der Kamera.

„Wir haben uns von Serien wie ,Stranger Things‘ und ,Pretty Little Liars‘ inspirieren lassen“, sagte Leonie Leßmann. Dass dabei ausschließlich Französisch gesprochen wurde, sei kein großes Problem gewesen. Laut Lehrerin Reemts handelt es sich bei den vier Teilnehmerinnen um talentierte Sprachschülerinnen.

Nicht nur das Quartett aus der 10a, sondern auch andere Wildeshauser Gymnasiasten nahmen teil, schafften es aber nicht, einen Landespreis zu gewinnen. Eigentlich hätten alle Streifen bei der Schulveranstaltung „Kultur³“ vorgeführt werden sollen, aber das war dieses Jahr wegen Corona nicht möglich. Auch die Übergabe der Urkunden musste ohne die Teilnahme der Mitschüler verlaufen.

Rektor Langen lobte das Engagement der Jugendlichen, deren Beiträge den Geist der Schule widerspiegelten. „Wir sind sowohl der europäischen Idee verpflichtet, werfen aber auch einen Blick in die Vergangenheit.“ Der Film „The Climate“ sei besonders wertvoll, weil er das Thema „Klima“ ins Bewusstsein rufe. Und schließlich sei das Gymnasium ja auch eine Schule der Nachhaltigkeit und der Umwelt.

Von Ove Bornholt

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