Grotelüschen berichtet von Zusage über 3,49 Millionen Euro

Bund fördert Breitbandausbau im Landkreis Oldenburg

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Mit den Fördergeldern aus Berlin wird der Ausbau der Breitbandinfrastruktur im Landkreis Oldenburg maßgeblich bezuschusst.

Landkreis - Der Landkreis Oldenburg profitiert von einer Förderung des Bundes für den Breitbandausbau. 3,49 Millionen Euro sollen in den flächendeckenden Ausbau des Netzes fließen, teilte die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen am Freitag mit. Die Kreisverwaltung wollte sich noch nicht äußern, da kein offizieller Förderbescheid vorliegt.

„Nach langer Vorarbeit ist das ein wichtiger Schritt, damit mehr ,weiße Flecken‘ von der Landkarte verschwinden“, ordnete Grotelüschen die Förderzusage ein. Im Landkreis sind derzeit noch 81 Ortschaften und Ortsteile mit rund 3 000 Haushalten im Hinblick auf schnelles Internet unterversorgt, wie eine Analyse der Kreisverwaltung im vergangenen Jahr ergeben hatte. Die Abgeordnete freut sich besonders über die Zusage, weil nicht alle Kommunen berücksichtigt wurden, „da das Programm deutlich überzeichnet war“, heißt es weiter.

Wäre der Landkreis Oldenburg ebenfalls leer ausgegangen, hätte es eng werden können, denn für die nächste und womöglich letzte Antragsrunde hätten die Anträge bis zum 28. Februar vorliegen müssen. Angesichts des Umfangs der Formulare ein schwer realisierbares Unterfangen.

Die 3,49 Millionen Euro aus Berlin stammen aus dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau und werden durch weitere Mittel vom Land, dem Landkreis und den kreisangehörigen Gemeinden ergänzt. Damit sollen Wirtschaftlichkeitslücken geschlossen werden. Also Bereiche, in denen Telekommunikationsanbieter einen Ausbau als unwirtschaftlich ansehen.

„Gerade hier in den ländlichen Gebieten hätten unsere Kommunen ohne diese Gelder kaum eine Chance, eine Verbesserung zu erreichen“, so Grotelüschen. Dabei seien Privatpersonen genauso wie Geschäftsleute mehr denn je auf eine leistungsfähige Anbindung angewiesen: „Der Breitbandausbau ist Teil der Daseinsvorsorge geworden. Schüler sind für Hausaufgaben auf das Internet angewiesen, und Firmen müssen Aufträge online übermitteln. Das ist ohne mehr Megabyte kaum noch möglich.“

Ausbau soll Ende 2018 abgeschlossen sein

Bis Ende 2018 soll der flächendeckende Ausbau abgeschlossen sein, mindestens 95 Prozent der Anschlüsse sollen 50 Megabit pro Sekunde erreichen. Dabei soll das Netz zukunftsfähig ausgestaltet sein, um spätere Erweiterungen oder Aufrüstungen zu ermöglichen. Durch die Streuung der Sendeleistung von aufgerüsteten Kabelverzweigern kann es bei einzelnen Häuser aber auch zu weniger Leistung kommen. Profitieren sollen auch zehn Gewerbegebiete im Landkreis, die sogar einen Glasfaseranschluss bekommen und damit Geschwindigkeiten von einem Gigabit pro Sekunde erreichen sollen. Wenn auch die Förderung vom Land bewilligt ist, muss der Kreis einen Wettbewerb starten, um Unternehmen für den Ausbau zu finden. bor

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