Voraussetzung für Rückkehr

Bulgarische Kinder lernen Bulgarisch

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Elica Cheng und Wolfgang Sasse setzen sich für Bulgarischunterricht für Bulgaren ein. 

Wildeshausen – In Wildeshausen leben knapp 2 000 Bulgaren. Viele von ihnen arbeiten in der Geflügelbranche, die Kinder besuchen die allgemeinbildenden Schulen und starten oft ohne Deutschkenntnisse. In den Schulen wird seit Jahren mit vielen Mitteln versucht, den Kindern zu helfen. Doch CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sasse stellt fest: „Wir müssen die Osteuropäer hier noch viel ernster nehmen. Den Leuten muss geholfen werden, wenn sie Probleme haben. Es ist vieles nicht in Ordnung.“

Darauf wies Sasse am Dienstag im Ausschuss für Integration des Landkreises hin und berichtete zur Überraschung vieler Mitglieder, dass es in Wildeshausen eine Schule gibt, in der die bulgarischen Schüler jeden Sonnabend freiwillig einige Stunden lang ihre Sprache und viel über Literatur, Geografie, Geschichte und Tradition ihres Landes lernen, weil sie vieles davon zu verlernen drohen.

„Das ist wichtig, denn viele Bulgaren wollen wieder in ihre Heimat zurückkehren. Das können sie aber nur, wenn die Kinder die Sprache beherrschen“, so Sasse.

Der Verein Deutsch-Bulgarische Gesellschaft sorgt für den Unterricht in Bremen, Bremerhaven und Wildeshausen. Er wird auch von der bulgarischen Regierung unterstützt, benötigt aber weitere Hilfe. „Wir haben in der Kreisstadt 25 Schüler“, berichtete Elica Cheng, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, im Rahmen eines Pressegespräches. „Doch es gibt viel mehr Kinder, die dabei sein wollen.“

Zum Glück für den Verein stellt die Volkshochschule seit August einen Raum zur Verfügung. Der reicht aber bei Weitem nicht aus, so Cheng, die bislang keine Zusage von der Stadt oder dem Landkreis bekommen konnte, beispielsweise in einer Schule zu unterrichten.

Cheng macht deutlich, dass es einige Bulgaren gibt, die in Deutschland etwas erreichen wollen. Sie wollen, dass ihre Kinder eine bessere Zukunft in Bulgarien haben, sagt sie. „Diesen Menschen müssen wir ein Gesicht geben“, ist Sasse überzeugt. „Wir müssen dieses Projekt unterstützen.“ Zu diesem Zweck wurde auch die bulgarische Botschafterin eingeladen, sich in Wildeshausen einen Eindruck zu verschaffen.

Wer der Schule mit Räumen helfen kann, sollte sich per E-Mail an Elica Cheng wenden. Sie ist unter bg_schule_bremen@abv.bg zu erreichen.

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