Antwortbrief an Mittelstandsvereinigung: „Stadt ist auf einem guten Weg“

Bürgermeister verweist auf positive Entwicklung

Bürgermeister Jens Kuraschinski vor dem Rathaus.
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Bürgermeister Jens Kuraschinski.

Wildeshausen – Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski hat auf den Brief von Ingo Hermes, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung Wildeshausen (MIT), geantwortet.

Wie berichtet, hatte Hermes darin seine Sorgen um diverse Kostensteigerungen bei Bauprojekten geäußert und befürchtet, dass sich Wildeshausen wegen fehlender Attraktivität in einer „Abwärtsspirale“ befinden könnte.

Die Sorgen, was die Kosten betrifft, so Kuraschinski, seien „durchaus nachvollziehbar“. Er teile diese uneingeschränkt. Aber: „Ist es legitim, pauschal von einer drohenden Abwärtsspirale in Wildeshausen zu sprechen, nur weil die Stadt mit Blick auf die Coronakrise vorsichtig ihren Haushalt für die kommenden Jahre plant und dadurch eine Überschuldung verhindert? Ich bezeichne dieses als sehr verantwortungsvolles, diszipliniertes und umsichtiges Handeln“, entgegnet Kuraschinski der Einschätzung von Hermes.

Bürgermeister wirft Fragen auf

Was die Kostensteigerungen bei Bauprojekten betrifft, wirft der Bürgermeister die Gegenfragen auf, ob nicht vielfach in der Vergangenheit gerade die Unternehmen oder Büros, die von der Stadt beauftragt worden waren, die nicht realistischen Zahlen geliefert hätten. „Beeinflussen nicht teilweise die Unternehmen selbst die Preise und damit die Preisentwicklung in der Gesellschaft und in unserer Stadt? Wieso beteiligen sich nicht mehr Firmen an den so wichtigen Wettbewerben, wie beim Kindergartenneubau oder bei den Elektroarbeiten in der Hunteschule und sorgen so für einen ausgeglichenen Wettbewerb?“, fragt Kuraschinski.

Auf positive Daten hingewiesen

Der Bürgermeister verweist im Gegenzug auf positive Daten. Allein im Jahr 2020 seien im Bereich der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme 15 Grundstücke an heimische und neue Unternehmen vergeben oder veräußert worden. „Das entspricht einer Gesamtgröße von etwa fünf Hektar und stellt im Vergleich zum Vorjahr (1,5 Hektar) mehr als eine Verdreifachung dar. In Hockensberg haben unterdessen die archäologischen Suchschnitte für die Realisierung des Gebietes Wildeshausen-Nord begonnen; es folgen alsbald die Erschließungsarbeiten für das mehr als 20 Hektar große Areal“, so Kuraschinski.

„Stadt ist auf gutem Weg“

Für das Gebiet „Wildeshausen-West“ wartet die Stadt nach Angaben des Bürgermeisters ebenso wie die MIT noch auf die Ergebnisse des Projektentwicklers, insbesondere, was den Waldersatz und die Grunderwerbsverhandlungen betrifft. „Und im Zuge der Aufstellung des Doppelhaushaltes 2021/2022 wurden alle wichtigen Bauprojekte für unsere Stadt weiter angeschoben. Der Etat bietet Planungssicherheit und kommt gegenwärtig ohne Steuererhöhungen unter Beibehaltung der freiwilligen Leistungen für Vereine und Verbände aus“, schreibt Kuraschinski. Er sei davon überzeugt, dass die Stadt sehr gut auf dem Weg sei und sich insgesamt die Leistungen von Rat und Verwaltung trotz Corona-Krise nicht verstecken müssten.  

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