Hauptschule Wildeshausen verabschiedet 70 Schüler mit Abstand

Bürgermeister per Video und Zeugnisse mit Maske

Fein angezogen: Die Zehntklässler wollten ihren Abschluss zumindest mit Kleid und Anzug feiern. 
Foto: Everinghoff
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Fein angezogen: Die Zehntklässler wollten ihren Abschluss zumindest mit Kleid und Anzug feiern. Foto: Everinghoff
  • Dierk Rohdenburg
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Wildeshausen – „So etwas haben wir alle noch nicht erlebt“, leitete die Rektorin der Wildeshauser Hauptschule, Dorit Hielscher, die Abschlussveranstaltungen für die Neunt- und Zehntklässler am Freitag in der Aula ein. Vor ihr saßen in drei Durchgängen die Schüler und Lehrer mit Sicherheitsabstand. Sie waren mit Mund-Nasen-Schutz in den Raum gekommen, durften die Veranstaltung ohne Bedeckung verfolgen, nahmen ihre Zeugnisse und Glückwünsche jedoch wieder mit Maske entgegen. Eltern waren gar nicht vor Ort. Sie konnten das Geschehen per Livestream von zu Hause verfolgen.

Insgesamt 70 Schüler verließen die Hauptschule. Die meisten mit Abschluss. 27 Schüler kamen aus dem neunten Jahrgang, aus dem zehnten Jahrgang wurden 43 Schüler verabschiedet. „Dieses Jahr gab es sehr viele gute Leistungen. 31 Schüler haben den Realschulabschluss geschafft“, lobte Hielscher. Von allen Abgängern haben 31 Schüler einen Ausbildungsvertrag. Alle anderen besuchen verschiedene Berufsbildende Schulen oder absolvieren ein Freiwilliges Jahr.

Die Rektorin suchte im Rahmen ihres selbst erdachten Wettbewerbs „Wildeshausens next Job-Model“ nach Schülern, die Durchhaltevermögen, Verlässlichkeit und Leistungsbereitschaft zeigen. Das einstimmige Votum der Fachkollegen Andreas Everinghoff, Benjamin Fennig sowie Ruth Wallborn war allen Schülern gewiss, sodass sie eine Schutzmaske mit dem Logo der Hauptschule bekamen. Überraschend war zudem, dass sich Bürgermeister Jens Kuraschinski per Videobotschaft an die Absolventen wandte. „Der letzte Weg in Coronazeiten hat euch viel abverlangt“, betonte der Verwaltungschef. Umso schöner sei es, dass es viele gute Abschlusszeugnisse gebe. „Macht das Beste daraus“, so Kuraschinski. „Ich würde mich freuen, wenn ihr in Wildeshausen bleibt.“

Elternvertreterin Jolita Hagelmann ermunterte die Absolventen: „Seid zielstrebig, aber nicht rücksichtslos. Wenn ihr stolpert, dann steht wieder auf.“ Schülervertreter Dimitrij Busch lobte die Schule: „Sie hat die Coronasituation gut bewältigt“, sagte er. „Aus jedem von uns wird etwas werden. Dafür können wir uns bei den Lehrern bedanken.“  dr

Mit Abstand: Die Neuntklässler bei der Verabschiedung in der Aula. Foto: dr

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