Bürgermeister fordern den Landrat

Kreis soll Kommunen bei Kitas unterstützen

Alice Gerken, Bürgermeisterin der Gemeine Ganderkesee, richtete sich in einem Schreiben an den Landrat. - Foto: Gemeinde
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Alice Gerken, Bürgermeisterin der Gemeine Ganderkesee, richtete sich in einem Schreiben an den Landrat.

Wildeshausen/Landkreis - Mit einer großen Bitte hat sich Alice Gerken im Namen aller Bürgermeister des Kreises Oldenburg an Landrat Carsten Harings gewandt. „Die finanzielle Lage des Landkreises ist ausgezeichnet“, heißt es in dem Schreiben der Ganderkeseer Verwaltungschefin, das unserer Zeitung vorliegt. Ein finanzieller Spielraum zur Unterstützung der Kommunen sei vorhanden.

„Der Kindertagesstättenbetrieb und die Schaffung von zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen beanspruchen erhebliche Finanzmittel“, klagt Gerken. Dabei sei dies die originäre Aufgabe des Landkreises. Lediglich an Investitionskosten würde sich der Gemeindeverbund derzeit beteiligen. 

Während die Preise für den Bau von neuen Kindergärten oder Gruppen erheblich gestiegen sind, tue sich an der Höhe der Zuwendungen des Landkreises seit Jahren nichts. Des Weiteren binde auch der laufende Kita-Betrieb immer höhere Mittel. „Der Kreiszuschuss deckt nur noch einen Bruchteil ab“, kritisiert Gerken.

Harings reagierte am Dienstagabend im Rahmen der Finanzausschusssitzung auf das Schreiben. Bezugnehmend auf die Kindertagesstätten verwies er auf die Kreisumlage, die 1990er-Jahren dafür gesenkt worden sei. Sofern der Kreis wieder in die „originäre Aufgabe einsteigt, muss auch wieder über die Kreisumlage gesprochen werden“, erklärte der Landrat, der betonte, dass das Schreiben seiner Auffassung nach nicht der Realität entspricht.

Wolfgang Däubler (UWG) erkundigte sich, nach welchem Verfahren die verschiedenen Kommunem Unterstützung erhalten. „Wer zuerst kommt, mahlt zu erst?“, fragte er. Harings entgegnete: „Mal profitiert die eine Gemeinde, mal eine andere.“ Am Ende gleiche sich das alles wieder aus. 

Der Kreis habe nicht nur die Drehleitern der Stadt Wildeshausen und der Gemeinde Ganderkesee bezuschusst, sondern auch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn übernommen, um die Gemeinde Großenkneten erheblich zu entlasten. Nun wolle sich der Kreis am Ausbau der Waldschule in Sandkrug finanziell beteiligen. „Dann möchte Wildeshausen bald ein Urgeschichtliches Zentrum errichten“, zählte der Landrat weiter auf. Und auch da würde die Stadt sehr auf die Unterstützung des Kreises hoffen. 

lo

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