Bebauungspläne zu Mehrparteienhäusern finden nicht nur Zustimmung

Bürgerinitiative hat noch einige Bedenken

Haferweg Wildeshausen
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Haferweg Wildeshausen

Wildeshausen – „Wir haben schon einiges erreicht. Ganz am Ziel sind wir aber noch nicht.“ So beschreibt Hans Rüger, Sprecher der Bürgerinitiative für eine nachbarschaftlich verträgliche Bebauung in Wildeshausen, ihre Stellungnahme im Rahmen der derzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung der Bebauungspläne „Düngstruper Straße/Bargloyer Straße“ sowie „An der Visbeker Straße“.

Positiv hervorzuheben sei unter anderem die Streichung der sogenannten Staffelgeschosse über dem ersten Obergeschoss, so Rüger. Gut sei ferner die Einbeziehung beider Straßenseiten des Kornweges in einen Bebauungsplan. Auch die Einbindung des Bereichs Immenthun, Am Weizengrund und Gisbertzstraße mit der dort geplanten Ausweisung sieht die Bürgerinitiative positiv. Sie kritisiert aber in einem offenen Brief die differenzierte Festlegung der Trauf- und Firsthöhen für beide Straßenseiten des Haferweges. Auf der Nordseite seien eine Traufhöhe von 4,50 Metern und eine Firsthöhe von zehn Metern geplant. Auf der Südseite seien eine Traufhöhe von 6,50 Metern und eine Firsthöhe von neun Metern vorgesehen.

Traufhöhe stößt übel auf

Die Traufhöhe von 6,50 Metern stößt der Bürgerinitiative dabei übel auf. Das bedeute ständig bewohnte zweite Obergeschosse und passe damit nicht in die vorhandene Bebauung, so die Kritik.

Rüger moniert zudem die geplante Zulässigkeit von maximal einer Wohneinheit je angefangene 140 Quadratmeter Baugrundstück für die Südseite des Haferweges als viel zu knapp bemessen.

Hier fordert die Initiative als absolute Untergrenze 170 Quadratmeter je Wohneinheit. Da die Anzahl der Wohneinheiten Bezugsgröße für die vorzuhaltende Parkplatzanzahl sei, würden eine übermäßige Anzahl an Wohneinheiten je Gebäude die Grünanlagen je Grundstück unangemessen reduzieren, heißt es. Man habe erst jüngst erfahren müssen, was es bedeute, wenn sogar alle auf Grenze gesetzten Hecken entfernt würden. Insekten und Vögel würde so die Lebensgrundlage systematisch entzogen.

„Für Wohnsiedlungen wie am Korn- und Haferweg ist das in Wildeshausen sehr verbreitete Vier-Familienhaus die gerade noch erträgliche Verdichtungsform“, schreibt Rüger. Alles darüber Hinausgehende sei abzulehnen.

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