Gründung gestern Abend im Rathaus / Erste Tour startet frühestens im Frühjahr 2011

„BürgerBus“-Verein rollt an

Der Vorstand des neuen „BürgerBus“-Vereins mit Vorsitzender Renate Hocke (Mitte) im Rathaus.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Es dauerte gestern Abend keine halbe Stunde, bis der „BürgerBus“-Verein Wildeshausen gegründet war. Bis er allerdings über die Straßen der Kreisstadt fährt, dürfte noch ein halbes Jahr vergehen. Der Bus, ein Fiat oder VW, muss erst gebaut werden, und die Stadt muss das nötige Geld zur Verfügung stellen.

Rainer Dambroth vom Bürgerbus-Verein in Bassum übernahm die Versammlungsleitung und hakte die für eine Vereingründung nötigen Regularien konsequent ab. Gewählt wurden durch 27 Gründungsmitglieder Renate Hocke (Erste Vorsitzende), Sandra Scholz (Zweite Vorsitzende), Claudia Petermann (Schatzmeisterin), Karl Schulze Temming-Hanhoff (Schriftführer) sowie die Beisitzer Doris Swoboda, Annelies Müller, Rajabali Samadi und Anke Wemken. Alle hatten vorher schon in der Lenkunsgruppe mitgewirkt, die sei Monaten die Gründung eines Vereins vorbereitet hatte.

Ziel ist es nun, möglichst schnell einen achtsitzigen Bus zu erwerben, der von ehrenamtlichen Fahrern auf drei Routen durch Wildeshausen fährt und in das VBN-Netz eingebunden ist. „Wir möchten gerne um 7 Uhr morgens starten“, erklärte Renate Hocke. „Dann sollen die Haltestellen im Zwei-Stunden-Rhythmus angesteuert werden.“ Zur Auswahl stehen zurzeit zwei Fabrikate – von VW und Fiat. Beides sind Niederflurbusse, die einen Rollstuhlplatz vorhalten. Derartige Fahrzeuge werden von der Landes-Nahverkehrsgesellschaft mit 49 500 Euro bezuschusst. Der Verein möchte der Stadt 70 000 Euro Fördermittel beschaffen und würde 2 000 Fahrplan- sowie 2 000 Organisationsstunden kostenlos zur Verfügung stellen. Von der Stadt wären im ersten Betriebsjahr einmalig 24 000 Euro nötig. In den kommenden Betriebsjahren würden 12 000 Euro benötigt. Damit könnten etwa 70 000 Fahrplankilometer bewältigt werden.

„Schön, dass wir das hinbekommen haben“, freute sich Renate Hocke. Doch die Arbeit beginnt erst noch richtig. Es werden Fahrer gesucht, die etwa zweimal im Monat eine Schicht übernehmen. Zudem fehlen noch Sponsoren, die die Haltestellen finanzieren. Wer Interesse an der Arbeit hat, kann am 29. September ins Mehrgenerationenhaus an der Bahnhofstraße kommen. Die Lenkungsgruppe trifft sich um 16.30 Uhr. Zwar besteht der Vorstand weitestgehend aus Frauen, doch Karl Schulze Temming-Hanhoff beruhigt mit einem Schmunzeln: „Wir sind kein Frauenbus-Unternehmen.“

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