Täglicher Betrieb stark gefährdet

Wildeshauser Bürgerbus sucht dringend neue Fahrer

Der Bürgerbus in der Stadt.

Wildeshausen - Der Bürgerbus-Verein wendet sich mit einem Hilferuf an die Bevölkerung: Mit gerade einmal 18 Fahrern ist das Nahverkehrsprojekt in Wildeshausen an einem Punkt, an dem sich die Mitglieder ernsthafte Gedanken machen, wie es mit dem täglichen Fahrplan weitergehen kann.

Dafür braucht der Verein wöchentlich 15 Fahrer – zusätzlich aber auch Springer bei kurzfristigen Ausfällen, für Kollegen, die in Urlaub fahren oder wegen dringender Familientermine sich für eine gewisse Zeit vom aktiven Dienst abmelden müssen. Auch bei länger andauernden medizinischen Problemen muss „Ersatz“ gefunden werden.

Bereits jetzt fahren nach Angaben der Vereinsvorsitzenden Renate Hocke einige Mitglieder zwei oder gar drei Schichten pro Woche, und damit ist der Verein weit weg von seinem Versprechen, dass jeder eigentlich nicht mehr als einmal wöchentlich eingesetzt werden sollte.

Starker Rückgang von Fahrern im vergangenen Jahr

Ein Blick in die Statistik zeigt interessante Details. Vier Fahrer kommen nicht aus Wildeshausen, haben sich also für ein soziales Thema begeistert, das mit der eigenen Gemeinde und persönlichem Nutzen nicht viel zu tun hat. Zwei Fahrer haben die Tätigkeit aufgenommen, kurz nachdem sie als Neubürger nach Wildeshausen kamen.

Besonders im Jahr 2016 reduzierten sich die aktiven Fahrer, denn fünf Jahre nach Aufnahme des Fahrbetriebs im Jahr 2011 standen die Verlängerungen der Personenbeförderungsscheine an, die sechs Fahrer nicht schafften oder nicht beantragten, weil sie von vornherein ihr Engagement auf fünf Jahre beschränkt hatten.

Mindestens sechs neue Fahrer gesucht

Zehn Fahrer sind noch von Anfang an dabei; derzeit hat der Verein aber unter den 18 Aktiven vier, die wegen gesundheitlicher Einflüsse immer mal wieder ausfallen. Zusammengefasst bedeutet das, dass der Verein inzwischen ein deutliches Problem hat, das in den nächsten Wochen und Monaten gelöst werden muss. „Mindestens sechs neue Fahrer brauchen wir“, so Hocke. „Es wäre natürlich schön, wenn es mehr wären, denn jeder Zusätzliche im bürgerschaftlichen Engagement erleichtert die Arbeit der anderen in dem Projekt.“

Der Bürgerbus Wildeshausen hat es geschafft, in den vergangenen Jahren immer mehr Fahrgäste von seinem Angebot zu überzeugen. Für viele ist der Bus die einzige Möglichkeit, mobil zu bleiben. Besonders bei den älteren Mitbürgern geht jetzt die Sorge um, dass der Betrieb nicht aufrecht erhalten werden kann. Der Verein hofft auf die alteingesessenen Wildeshauser, die in ihren Familien erleben, wie wichtig das Mobilitätsangebot besonders für die Älteren ist, die so ihre Eigenständigkeit behalten wollen.

dr

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