Befragung bringt klare Mehrheit

Bürger stimmen für die gelbe Tonne

+
Dieter Hahn mit den Umfrageergebnissen.

Wildeshausen - Dieter Hahn hatte zwar eine noch deutlichere Mehrheit erwartet, trotzdem fiel das Votum über die Zukunft der Verpackungsentsorgung klar aus: 62 Prozent der Teilnehmer stimmten für die Einführung der gelben Tonne.

Hahn, Leiter des Amtes für Bodenschutz und Abfallwirtschaft des Landkreises Oldenburg, ist mit der Beteiligung sehr zufrieden, sagte er während der Präsentation der Ergebnisse am Montag im Kreishaus. 7 103 Haushalte, das entspricht einer Quote von rund zwölf Prozent, hatten an der Abstimmung teilgenommen. 

„Das Internet hat dominiert, aber auch der Kartenrücklauf war erstaunlich hoch“, so Hahn über die Abstimmungswege. „Es ist zwar eine satte Mehrheit, aber wenn man die Diskussion verfolgt hat, hätte man ein deutlicheres Ergebnis erwarten können.“ Haushalte in Einfamilienhäusern stimmten mit 64 Prozent für die Tonne, während es unter den Bewohnern von Mehrfamilienhäusern nur 55 Prozent waren. Letztere sind im Landkreis jedoch klar in der Minderheit und machen nur etwa 15 Prozent der Haushalte aus.

Das Resultat des Votums wird in das Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises übernommen und am Dienstag, 28. August, im Umwelt- und Abfallwirtschaftsausschuss diskutiert, bevor Ende September der Kreistag darüber abstimmt.

„Wir empfehlen, auf die gelbe Tonne umzustellen, die alle vier Wochen geleert wird“, erläuterte Hahn. Bei der Umfrage hätten sich viele Bürger besorgt über den Abholungsintervall der 240 Liter fassenden Behälter gezeigt. Etliche seien der Meinung, dass der Zeitraum zu lang sei und sie keine Möglichkeit zu einer Zwischenlagerung hätten. „Vier Personen sollten vier Wochen mit der Tonne auskommen“, so Hahn.

Intervall soll verkürzt werden 

Dennoch wird der Landkreis während der Verhandlungen mit den dualen Systemen versuchen, den Intervall zu verkürzen, wenn nicht auf zwei, dann zumindest auf drei Wochen. Denkbar sei auch, dass in Ausnahmefällen ein Wertstoffsack zusätzlich abgeholt wird. Doch mit wem genau die Verwaltung im Fall eines positiven Kreistagsvotums verhandeln würde, steht laut Hahn erst 2019 fest. Der frühestmögliche Termin für die Einführung der gelben Tonne sei der 1. Januar 2021.

Die Gebühren würden dann nicht steigen, denn die Wertstoffentsorgung wird über die darin verkauften Produkte finanziert. Teurer werde es allerdings, wenn die Quote der Fehlwürfe steigt. Und das ist Hahn zufolge zu erwarten. Die Erfahrung habe gezeigt, dass sich in der Tonne deutlich häufiger Abfall befindet, der nicht hinein gehört, als im Wertstoffsack.

„Das ist schon befremdlich“, meint Hahn, der sich wünscht, dass die Bürger ihr Entsorgungsverhalten grundsätzlich überdenken. „Kunststoffabfälle zu minimieren, ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft.“

pp

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Migranten-Karawane kommt kurz vor der US-Grenze ins Stocken

Migranten-Karawane kommt kurz vor der US-Grenze ins Stocken

Berichte: Minister wollen Brexit-Nachverhandlung erzwingen

Berichte: Minister wollen Brexit-Nachverhandlung erzwingen

Fotostrecke: Training in der Mini-Gruppe

Fotostrecke: Training in der Mini-Gruppe

Bühnen-Flirts beim Bambi - Wenn Loren auf Gottschalk trifft

Bühnen-Flirts beim Bambi - Wenn Loren auf Gottschalk trifft

Meistgelesene Artikel

Feuerwehr stellt sich auf neue Einsatzlagen ein

Feuerwehr stellt sich auf neue Einsatzlagen ein

Landmaschinen Schröder baut neue Halle in Wildeshausen

Landmaschinen Schröder baut neue Halle in Wildeshausen

84-Jährige rauscht rückwärts in Wand eines Getränkemarkts

84-Jährige rauscht rückwärts in Wand eines Getränkemarkts

Harmonie im Wildeshauser Finanzausschuss endet beim Schultausch

Harmonie im Wildeshauser Finanzausschuss endet beim Schultausch

Kommentare