Bürger sind verärgert und fordern ein Tierheim in der Stadt

„Kleine Lösung muss umgesetzt werden“

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Simone Emke möchte ein Tierheim in der Stadt.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Es ist fraglich, ob Wildeshausen noch ein Tierheim als „kleine Lösung“ bekommt, nachdem Hatten und Großenkneten „ausgestiegen“ sind, ihre Tiere nach Bergedorf bringen. Viele Bürger sind stinksauer ob dieser Entwicklung. Wir haben einige nach ihrer Meinung befragt.

„Ich kann kaum glauben, was sich in diesem Punkt schon so lange tut“, betonte Simone Emke. „Wir brauchen ganz dringend in der Kreisstadt ein Tierheim. Ich finde es überhaupt nicht in Ordnung, dass Großenkneten und Hatten jetzt plötzlich abgesprungen sind.“ Es sei wichtig, jetzt daran zu arbeiten, dass die kleine Lösung für die Wildeshauser und Dötlinger Fundtiere möglichst schnell umgesetzt wird: „Es kann doch nicht angehen, dass die Tiere von hier nach außerhalb zu einem privaten Anbieter gegeben werden.“

Das sah auch Barbara Wolters so, die zunächst die Arbeit der Tierschutzgruppe Wildeshausen lobte: „Die Leute haben über so viele Jahre einen guten Job gemacht. Und das alles ehrenamtlich.“ Wenn es finanziell möglich sei, sollte unbedingt kurzfristig in der Stadt ein Tierheim gebaut oder eingerichtet werden. „Es gibt doch in Hanstedt die Möglichkeit. Genau dort sollten die Pläne dann umgesetzt werden.“

Richtig verärgert zeigten sich Edith Neuhaus und Agnes Kröger. „Das kann doch alles nicht sein, es muss dringend eine Lösung für Wildeshausen her. Wir brauchen unbedingt ein Tierheim, um unsere Tiere und die aus Dötlingen unterzubringen“, so Kröger. Wenn es nicht so viele Fundtiere gäbe, müsste die Diskussion schließlich gar nicht geführt werden: „Der Bedarf ist eben da.“

Neuhaus: „Es wird so viel gemacht, an alles wird gedacht. Die Tiere dürfen auf keinen Fall auf der Strecke bleiben. Und wir sollten sie auch nicht nach Bergedorf geben. Wir brauchen hier etwas.“ Und das nach Möglichkeit schnell, die Tierschutzgruppe sei schon seit vielen Jahren dabei, etwas auf die Beine zu stellen. „Immer wieder musste sie Rückschläge hinnehmen und hat sich dennoch immer weiter um die armen Tiere bemüht.“

Aus der Gemeinde Dötlingen kam Elisabeth Menkhaus: „Dieses ewige Hin und Her kann doch nicht angehen. Es wird jetzt höchste Zeit, dass etwas passiert, damit die Tiere aus den beiden Gemeinden in der Kreisstadt untergebracht werden können.“

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