Mittelstandsvereinigung hofft auf eine verlässliche Kommunalpolitik

„Bürger müssen entscheiden“

Der MIT-Vorstand fordert Planungssicherheit. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die Zukunft und Entwicklung der Kreisstadt liegt der Mittelstandsvereinigung (MIT) Wildeshausen sehr am Herzen. Das haben gestern die Vorstandsmitglieder im Hotel“Gut Altona“ deutlich gemacht und mit Blick auf die Kommunalwahl am kommenden Sonntag nochmals untermauert.

„Da wir politisch neutral sind und keiner Partei angehören, verzichten wir natürlich darauf, in Richtung Parteien oder Kandidaten eine Empfehlung auszusprechen“, betonte der Vorsitzende Ingo Hermes. Vielmehr käme es jetzt auf die Bürger an: „Diese sollten sich überlegen, welchen Parteien mit wirtschaftlichem Sachverstand ans Werk gehen und sich wirklich für das Wohl von Wildeshausen einsetzen.“

Viel wichtiger erscheine es der MIT, die Wünsche und Anforderungen an eine aus ihrer Sicht verantwortungsvolle und weitsichtige Politik zu formulieren. „Eben an eine Politik, die unsere Heimatstadt als Standort für Handwerk, Gewerbe, Industrie und Ausbildung weiterhin attraktiv macht“, sagte Hermes. Für einen mittelständischen Wirtschaftsbetrieb komme es bei der Kommunalpolitik in erster Linie auf Verlässlichkeit und Planungssicherheit von Politik und Verwaltung an: „Wichtige Entscheidungen, die zumeist hohe Investitionen und damit verbundenes Risiko bedeuten, können nur auf der Basis eines verlässlichen Umfeldes getroffen werden.“

Weiterhin brauche die Wildeshauser Wirtschaft gut ausgebildete Fachkräfte. „Zum einen decken wir den Bedarf durch eine gute Ausbildung, deren Basis eine solide Schulbildung ist, ab. Zum anderen durch das ,Anlocken‘ von Fachkräften“, erklärte der Vorsitzende. Deshalb brauche die Stadt attraktive und gut aufgestellte Schulen sowie eine enge Zusammenarbeit dieser Bildungseinrichtungen mit der Wirtschaft.“

Ausgebildete Fachkräfte seinen aber nur zu gewinnen, wenn auch das Umfeld stimmt und attraktiv ist. Aus diesem Grund spreche sich die MIT für die Attraktivitätssteigerung und einen Ausbau des Angebots in der Innenstadt aus. „Auch hier brauchen Investoren jedoch ein verlässliches Umfeld und somit Planungssicherheit sowie eine Kultur des Dialogs, die wir gerade im Zusammenhang mit der Neugestaltung und Bebauung am Marktplatz vermissen“, betonte Hermes.

Generell brauche Wildeshausen überhaupt eine Möglichkeit, den Unternehmen Wachstums- und oder Ansiedlungsflächen anbieten zu können. „Hier sehen wir augenblicklich die größte Gefahr für die Kreisstadt. Die Firmen finden hier bei uns einfach nichts passendes vor“, so Hermes, der deutlich machte, dass die Mittelstandsvereinigung ganz klar für die Schaffung eines Industrie- und Gewerbegebietes sei, um den Unternehmen etwas bieten zu können: „Damit meine ich natürlich auch Neuansiedlungen.“

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