Klinik in der Kritik

Bürger moniert „lasche Eingangskontrollen“ im Krankenhaus Johanneum

Nur noch ein Eingang offen: Wer ins Krankenhaus will, muss einen 3G-Nachweis erbringen.
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Nur noch ein Eingang offen: Wer ins Krankenhaus will, muss einen 3G-Nachweis erbringen.

Wildeshausen – Sind die Corona-Eingangskontrollen im Wildeshauser Krankenhaus Johanneum zu lasch, um einen Eintrag von Viren in die Klinik zu verhindern?

Diese Befürchtung hat ein Wildeshauser Bürger, der zweimal in der Woche zu einer Therapie ins Johanneum muss. Er kritisierte gegenüber unserer Zeitung, dass die Besucher zwar im Eingangsbereich einen Bogen ausfüllen müssten, aber niemand kontrolliere, wie gründlich und wahrheitsgemäß das gemacht werde.

Zudem, so habe er erlebt, laufe der Kasten, in dem die Zettel geworfen werden öfters so über, dass andere die Bögen wieder entnehmen könnten.

„Mit Datenschutz hat das nichts zu tun“, so der Mann, der nicht mit seinem Namen in der Zeitung stehen möchte. Es sei also leicht möglich, dass ein Corona-Infizierter in die Abteilungen des Krankenhauses gelange und dort für eine größere Infektionswelle sorge. Er sei zuletzt am Dienstag in der Klinik gewesen und einfach mal durch die Stationen gelaufen. Sowohl in der Entbindungsstation als auch in der Röntgenabteilung sei er gewesen und habe sich dort hingesetzt. Niemand habe ihn nach einem Nachweis der 3G-Regel gefragt.

Das Krankenhaus nahm auf Nachfrage unserer Zeitung Stellung dazu: „Seit Beginn der Corona-Pandemie erfolgt der Zutritt ausschließlich über den Haupteingang an der Feldstraße“, heißt es von Ulrike Berg, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. „Weitere Zugänge sind über Code-Schlösser gesichert. Seit Oktober gilt für jede Person, die das Krankenhaus betritt, die 3G-Regel – geimpft, genesen oder getestet.“

Wegeleitsystem soll die Besucher führen

Ein neues und auffälliges Wegeleitsystem lenke zu den wichtigsten Zielbereichen wie zentrale Notaufnahme oder Röntgen, so Berg. Die Niedersächsische Corona-Verordnung verpflichte weiterhin dazu, Kontaktdaten zu registrieren. „Im Johanneum kann das über die Luca-App erfolgen oder durch schriftliche Angabe. Für die ausgefüllten Formulare steht eine abschließbare Box zur Verfügung, die regelmäßig geleert wird und sich in Sichtweite zur Information befindet. Die Daten werden nach gesetzlich festgesetzter Frist wieder gelöscht“, teilte Berg mit. „Eine Überprüfung findet in erster Linie durch das Personal an der Information statt. Als weitere Sicherheitsmaßnahme erfragen die Mitarbeiter in den jeweiligen Zielbereichen nochmals die 3G-Regel und die Registrierung.“

Das wiederum kann der Wildeshauser nicht bestätigen. Er habe das auch von anderen Besuchern nicht so gehört, erklärte er. Diese Praxis halte er für gefährlich für ein Krankenhaus, in dem die Folgen von Infektionen gravierender seien.

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