Bürger- und Geschichtsverein informiert bei „Genuss am Fluss“ über altes Handwerk

Lohgerberin preist ihr Leder an

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Helga Bürster spielte eine Lohgerberin.

Wildeshausen - Wildeshausen ist eine alte Handwerkerstadt. Von daher passt es sehr gut, dass das Festival „Genuss am Fluss“ an diesem Wochenende viel handwerkliches Können zeigt. Dass die Wildeshauser und ihre Gäste auch großes Interesse daran hatten, handgefertigte Dinge zu erwerben, musste manch ein Händler bereits am Freitagabend feststellen, denn nach dem Ansturm von 2000 Menschen waren mehrere Stände ausverkauft, und mach einer musste für Sonnabend schnell Waren nachordern.

Auf das alte Handwerk in Wildeshausen wies der Bürger- und Geschichtsverein auf großen Tafeln hin. Hauptanziehungspunkt war allerdings der Stand, an dem die Lohgerberei vorgestellt wurde. Hier lockte Helga Bürster die Menschen an, indem sie ihnen das alte Handwerk vorstellte.

„Bis zu 18 Gerbereien hat es einmal in Wildeshausen gegeben“, erzählte sie als Lohgerberin verkleidet. „Und eine Werkstatt haben wir noch immer an der Huntestraße.“ Dort sei bis zum Jahr 1970 Leder mit Eichenrinde gegerbt worden, und die Werkstatt sei weitgehend erhalten.

Daran, dass sie vielleicht irgendwann auch der breotem Öffentlichkeit gezeigt werden kann, hat der Vorsitzende des Bürger- und Geschichtsvereins, Bernd Oeljeschläger, großes Interesse. „Viele der Besucher wissen gar nicht, dass es hier eine Lohgerberei gibt“, erzählte er. Umso interessierter seien die Leute an dem alten Handwerk gewesen.

"Genuss am Fluss" am Sonnabend

Für den Verein, der zu großen Teilen im Verborgenen arbeitet, sammelt und archiviert, bot sich eine gute Gelegenheit, diede Aktivitäten vorzustellen. „Die Leute fragen viel“, so Oeljeschläger. Zudem konnte der Verein so auch eigene Publikationen verkaufen.

Unterdessen bot Bürster ihr Stück Leer für 200 Euro an. Sie fand jedoch keinen Käufer. Weiter musste sie mit gespieltem Erschrecken feststellen, dass die Wildeshauser weder Holz- noch Lederschuhe trugen. So habe sich die Zeit nun mal geändert, stellte sie fest. Vor über hundert Jahren sei halb Bremen mit Lederschuhen aus Wildeshausen herumgelaufen, und das ganze Oldenburger Land habe Ledersättel aus Wildeshauser Produktion benutzt.

dr

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