Ausschuss berät heute

864 Bürger gegen Umzug der St.-Peter-Schule

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Christin Rollié, Jens Kuraschinski, Brigitte Schmidt, Ingrid Lutz sowie Hans Ufferfilge (v.r.) bei der Übergabe der Unterschriften.

Wildeshausen - Drei Varianten für die Lösung der Platzprobleme in den Wildeshauser Grundschulen sollen heute ab 18.15 Uhr im öffentlichen Schulausschuss von Wildeshausen diskutiert werden.

Das Planungsbüro „ConcreTec“ aus Hude hatte dem Arbeitskreis Schulentwicklung am Dienstagabend im Rathaus weitere Alternativen vorgestellt, diese wurden jedoch verworfen.

Empfehlung des Ausschusses für den 30. Juni geplant

Nun geht es um eine Weichenstellung, für die bis zum 30. Juni die Kosten ermittelt werden sollen. Dann wird der Schulausschuss eine konkrete Empfehlung aussprechen, wie es in der Kreisstadt mit der Grundschulentwicklung weitergehen soll.

Die drei Varianten, die nun eingehend beraten werden sollen, sind nicht neu. Denkbar wäre weiterhin der Bau einer neuen Schule – voraussichtlich in der Nähe der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme. Das Projekt würde aber je nach Ausstattung einige Millionen Euro kosten.

Als zweite Alternative hat der Planer eine Übernahme der Hunteschule mit dem Umzug der St.-Peter-Schule an die Heemstraße durchgerechnet und war zu der Einschätzung gekommen, dass die Räume dafür grundsätzlich reichen dürften. Über die Rückübertragung der Immobilie vom Landkreis müssen dessen Gremien jedoch noch entscheiden.

Die dritte Variante wäre eine bestandsorientierte Lösung an der Holbein-, Wall- und St.-Peter-Schule, die allerdings bauliche Veränderungen für Fach- und Betreuungsräume beinhalten dürfte, um auch in Zukunft genügend Platz bieten zu können. „Laut der Prognose wird in den Wildeshauser Grundschulen in Zukunft neun- oder zehnzügig unterrichtet“, so Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge. Dafür würden die derzeit vorhandenen Allgemeinen Unterrichtsräume (AUR) schon mal ausreichen, wenn es eine Anpassung der Schuleinzugsbezirke geben würde. Das hätte zur Folge, dass weiger Schüler der Wallschule zugewiesen werden. „Wir hätten eine dünne Reserve“, so Ufferfilge optimistisch. „Wenn wir den Ganztagsunterricht einführen würden“, ergänzt Bürgermeister Jens Kuraschinski, „dann müssten wir aber die Liegenschaft Hunteschule mit einbeziehen.“

Skepsis gegenüber dem Standort der Hunteschule

Spannend wird die Frage, ob sich der Schulausschuss für eine oder mehrere Varianten ausspricht, die genauer geprüft werden sollen. Denkbar wäre es, die Kosten der bestandsorientierten Lösung zu ermitteln und gleichzeitig zu klären, wie viel Geld eine neue Nutzung des Hunteschulgebäudes kosten würde.

864 Bürger aus Wildeshausen haben unterdessen mit ihrer Unterschrift bekräftigt, dass sie gegen einen Umzug der St.-Peter-Schule in die Immobilie an der Heemstraße sind. Die Schulelternvertreterin Christin Rollié sowie Schulleiterin Brigitte Schmidt und Konrektorin Ingrid Lutze setzen sich dafür ein, dass der Standort der Schule katholischen Bekenntnisses unverändert bleibt. Neben der Skepsis darüber, ob die Zahl der Räume an der Hunteschule reicht und der Standort für Kinder verkehrstechnisch geeignet ist, führen Eltern und Lehrer auch pädagogische Gründe gegen einen Umzug der Schule.

„Die Unterschriftensammlung war ein Selbstläufer“, so Rollié. Die Eltern hätten zwar einmal vor der Kirche gesammelt. Dann aber seien die Listen von vielen kopiert und verteilt worden, ohne dass die Elternvertreter aktiv gewesen seien. Am Mittwoch nahm Kuraschinski den Ordner mit den Listen entgegen. Er versprach, die Ratsmitglieder über den Eingang zu informieren und das Votum in die Diskussion mit einzubringen.

dr

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