Camp von „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“

Bündnis kündigt Aktion zivilen Ungehorsams an

Aufbau erledigt: Auf dem Gelände stehen 20 Großzelte und ein Zirkuszelt.
+
Aufbau erledigt: Auf dem Gelände stehen 20 Großzelte und ein Zirkuszelt.

Goldenstedt – Das Camp des Bündnisses „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ am Hartensbergsee im Landkreis Vechta steht. Laut Initiatorin Franziska Klein wurden am Wochenende 20 Großzelte sowie ein Veranstaltungszelt aufgebaut.

Möglich war das, nachdem das Oberverwaltungsgericht das Camp genehmigt und der Landkreis zahlreiche Auflagen erlassen hatte. „Wir rechnen bis Montagabend mit 70 Teilnehmern“, so Klein. Bis zum Wochenende könnten es zeitweise deutlich mehr als 100 Camper werden.

Das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ kritisiert die negativen Auswirkungen der Produktion von Fleisch, Milch und Eiern und fordert einen Ausstieg aus der Tierindustrie. Zusätzlich zum Protestcamp hat das Bündnis für die kommende Woche eine Massenaktion zivilen Ungehorsams angekündigt, die sich gegen den größten deutschen Geflügelkonzern, die PHW-Gruppe (Wiesenhof), richten soll. Denkbar ist, dass die Teilnehmer auch zu Geestland in Wildeshausen kommen. Die Putenschlachterei an der Düngstruper Straße gehört zu Wiesenhof.

„Konzerne wie PHW befeuern die Klimakrise, sorgen für gigantisches Tierleid und beuten Arbeiterinnen aus“, sagt Klein. „Unser Protestcamp bietet mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm die Möglichkeit, sich zu diesen Themen zu informieren und Lösungen zu diskutieren – eine Debatte, die in der Gesellschaft noch viel zu wenig geführt wird.“

Das Interesse von Anwohner an dem Protestcamp ist laut Auskunft des Bündnisses groß. Am Wochenende sei es schon zu vielen Gesprächen zwischen Aktivisten und Interessierten gekommen, die die Campfläche am Hartensbergsee in Goldenstedt besuchten.

Führungen und Vorträge auf dem Gelände

„Nach dem Gerangel um das Campverbot ging der Aufbau des Camps zügig vonstatten“, so Friederike Schmitz von „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“. „Es sind bereits vor offiziellem Beginn über 50 Aktivisten vor Ort gewesen und die Stimmung ist sehr gut. Wir wollen in den nächsten Tagen zeigen, wie wichtig und dringlich eine grundlegende Agrarwende ist. Um den Klimawandel abzubremsen und die brutale Ausbeutung von Menschen und Tieren zu beenden, braucht es jetzt den Ausstieg aus der Tierindustrie.“

Am Montag waren Führungen über das Gelände geplant. Am Abend gab es einen Vortrag, der die Auswirkungen der Tierindustrie auf Menschen, Tiere und Umwelt beleuchten und die Forderungen vom Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ vorstellen sollte. Wer das Camp besucht, muss einen negativen Corona-Schnelltest oder einen Impfnachweis vorlegen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Symbol „Geisterfahrer“ soll Radfahrer ermahnen

Symbol „Geisterfahrer“ soll Radfahrer ermahnen

Symbol „Geisterfahrer“ soll Radfahrer ermahnen
85-jähriger Fußgänger bei Unfall tödlich verletzt

85-jähriger Fußgänger bei Unfall tödlich verletzt

85-jähriger Fußgänger bei Unfall tödlich verletzt
25 Jahre bei Eggers Fahrzeugbau in Stuhr

25 Jahre bei Eggers Fahrzeugbau in Stuhr

25 Jahre bei Eggers Fahrzeugbau in Stuhr
Landfrauen-Vorstandsteam verstärkt sich

Landfrauen-Vorstandsteam verstärkt sich

Landfrauen-Vorstandsteam verstärkt sich

Kommentare