Neujahrsfest  in Laos

Buddhas in Tempeln mit Wasser gereinigt

Gut mit Wasser ausgerüstet ging es mit dem Pickup auf Tour.

Wildeshausen - Sehr viel ist bei mir hier in Laos in den vergangenen Wochen los gewesen. Erst habe ich mit ein paar Kollegen der LYU einen Ausflug gemacht und danach fingen schon die ersten Feiern und Festivitäten des laotischen Neujahrs an. Dabei hatten wir alle sehr viel Spaß.

An einem Donnerstag vor zwei Wochen sind ein paar LYU-Leute mitsamt Franzi und mir in ein Auto gestiegen und fünf Stunden in eine andere Stadt gefahren. Diese liegt im Osten unserer Provinz Bolikhamxay, nur 30 Minuten entfernt von der vietnamesischen Grenze. Dort haben die Schüler ein großes Projekt auf die Beine gestellt.

Es gab mehrere Camps, wo einzelne Schülergruppen Umweltprojekte gestaltet haben. So gab es beispielsweise Hüte aus Pappe, Körbe aus Tetrapack oder kleine selbst bepflanzte Gärten. Diese haben die anderen und ich dann nach und nach besichtigt und auch ein paar Kleinigkeiten von den Schülern geschenkt bekommen. Nachdem wir auf der Rückfahrt noch die Berge bewundert und eine Höhle besichtigt hatten, waren wir dann wieder in Pakxan.

In der darauffolgenden Woche begannen die ersten Partys zum Laotischen Neujahr. Es gibt eine gewisse Reihenfolge bei den Festen, bei denen ich war. Als Erstes gab es eine Bacizeremonie, bei der man sich gegenseitig viel Glück und Gesundheit für das nächste Jahr wünschte. Als das vorbei war, kam der Pad, der bei diesem sehr heißen Wetter am angenehmsten war. Denn nun stellten oder setzten wir uns in eine Reihe und bekamen Wasser in den Nacken gegossen. Danach wurde gegessen und Beer Lao getrunken.

Ich war bei zwei Partys dabei, einmal in einem der Colleges und einmal bei der Lao Youth Union in der Hauptstadt Vientiane. Bei beiden hatte ich super viel Spaß, habe mich mit vielen Menschen unterhalten und bin sehr, sehr nass geworden. Das hat sich am Osterwochenende noch gesteigert.

Da Laos ein ziemlich buddhistisches Land ist, ist Ostern nicht so präsent wie in Deutschland. Dafür wird hier eben in großem Maße Neujahr gefeiert. Das Wochenende vom 14. bis zum 16. April wurde voll durchgefeiert. Überall an den Straßenrändern standen Zelte gegen die Sonne, mit kleinen und großen Partys darunter. Egal, wo wir lang fuhren, überall haben uns die Menschen, junge und alte, mit Wasser nass gemacht. Manchmal auch mit Babypuder eingerieben, oder wir bekamen ein Glas Bier mit Eiswürfeln in die Hand gedrückt.

Außerdem sind wir wie viele andere mit ein paar Leuten in einem Pickup von Tempel zu Tempel gefahren, um die einzelnen Buddhas mit Wasser zu reinigen. Natürlich nutzen wir auch die Gelegenheit dazu, vom Pickup aus die Menschen mit Wasser zu bespritzen. Die Tage danach sind wir dann bei einigen Bekannten sowie deren Freunden und Verwandten gewesen und hatten sehr viel Spaß. Das gesamte Wochenende war so viel los in Pakxan, wie schon lange nicht mehr und alle hatten gute Laune. Ich würde mal sagen, ein gelungener Start ins neue Jahr. Für die Menschen in Deutschland hieß es eben „Frohe Ostern“.

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