Voraussichtlich weitere Förderung über Sommer 2011 hinaus / Vernetzung zeigt gute Wirkungen

„Brückenjahr“ als Erfolgsmodell

Robert Wittkowski, Heike Röhl, Erwin Drefs, Klaus Kapell, Edith Ohlenbusch und Stefan Niemann bei der Fachtagung (v.l.).

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Seit drei Jahren läuft das Projekt „Brückenjahr“ zur Verzahnung von Kindergärten und Grundschulen. Mit großem Erfolg. Jetzt besteht die Chance, dass das Projekt auch über das geplante Ende im kommenden Sommer hinaus von der Landesregierung gefördert wird.

„Die Zeichen stehen gut, dass es auch in Zukunft Beratungsteams gibt“, so Klaus Kapell, Regierungsschuldirektor der Landesschulbehörde Niedersachsen, gestern am Rande einer Fachtagung mit dem Titel „Endspurt für das Projekt Brückenjahr“ in der Wallschule, an der rund 100 Pädagogen teilnahmen. Alle Beteiligten hätten einstimmig festgestellt, dass es sich bei dem Projekt um eine erfolgreiche Initiative handele. „Im Landkreis Oldenburg“, so Robert Wittkowski, Sozialdezernent des Landkreises, „arbeiten 63 Kindertagesstätten und 28 Grundschulen zusammen“ – und nutzen die Kenntnisse des Beraterteams Heike Röhl (Rektorin Holbeinschule in Wildeshausen) und Edith Ohlenbusch (Leiterin Kindertagesstätte „Sonneninsel“ in Bookholzberg).

Das Projekt „Brückenjahr“ verfolgt das Ziel, die pädagogische Arbeit in Kindergärten und Grundschulen stärker zu verzahnen und die frühe Bildung von Kindern zu der gemeinsamen Aufgabe von sozialpädagogischen Fachkräften und Grundschullehrkräften zu machen. Wichtig ist es dabei, die Kinder schon im Kindergarten optimal zu fördern, so dass sie einen nahtlosen Übergang in die Schule haben können. Dazu ist es erforderlich, dass die Einrichtungen in ständigem Kontakt zueinander stehen.

Dass es gerade zwischen Kindergärten und Grundschulen in der Vergangenheit einige Vorbehalte gab, mag heute niemand mehr abstreiten. Doch genau diese Schwierigkeiten konnten in den vergangenen Jahren zu großen Teilen abgebaut werden. Das zeigte sich auch daran, dass gestern Erzieher, Sozialpädagogen und Lehrer gemeinsam an der Fachtagung teilnahmen.

Im Rahmen der Veranstaltung referierte Erwin Drefs von der Lebenshilfe zum Thema „Übergangsgestaltung von Kita in Grundschule unter dem Aspekt der Inklusion“, anschließend erklärte Rektor Stefan Niemann die „veränderte Grundschularbeit mit der Eingangsstufe“.

Für Kindertagesstätten und Grundschulen besteht noch bis zum Sommer die Möglichkeit, hochrangige Referenten zu engagieren. Parallel bietet das Beratungsteam allen Beteiligten an, die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwischen Grundschulen und Kitas zu unterstützen. Auch die Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern und Jugendämtern soll verbessert werden. Ein ganz wesentlicher Aspekt ist es, zu klären, welche Verfahren schon jetzt eingesetzt werden, um die Fähig- und Fertigkeiten der Kinder zu beobachten und zu dokumentieren. Je früher es zu einem Austausch zwischen Grundschule und Kindergarten kommt, desto mehr profitieren die Kinder davon. Durch die Vernetzung fällt es den meisten Kindern dann wesentlich einfacher, den Übergang in die Grundschule zu schaffen.

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