Brief an Innenminister Boris Pistorius

Ansgar Focke fordert Aufklärung zu Ahlhorn

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Gibt es Verhandlungen zu einer Flüchtlingsunterbringung auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Ahlhorn?

Landkreis - Angesichts „hartnäckiger Gerüchte“ in der Gemeinde Großenkneten und des von unserer Zeitung berichteten Kontaktes zwischen der „Metropolpark Hansalinie“ und dem Niedersächsischen Innenministerium zu einer möglichen Flüchtlingsaufnahme auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in Ahlhorn, haben die CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley und Ansgar Focke nun in einem Brief um Aufklärung durch Innenminister Boris Pistorius gebeten. „Wir fragen: Gibt es Überlegungen oder Verhandlungen mit der Firma Bunte oder der Gemeinde Großenkneten hinsichtlich einer Erstaufnahmestelle oder Flüchtlingsunterbringung in Ahlhorn?“, heißt es darin. Beide Abgeordnete formulieren ihre Befürchtungen hinsichtlich der Ortschaft Ahlhorn mit 6000 Einwohnern und etwa 2500 Erntehelfern aus den ehemaligen Ostblockstaaten, die auf dem Gelände untergebracht sind. Zudem würden seit dem Abzug der Bundeswehr viele der freigewordenen Wohnungen und Häuser von Personen mit Migrationshintergrund bewohnt. Hinzukäme, dass einer der größten Schlachthöfe mit einem hohen Anteil an ausländischen Arbeitskräften in Ahlhorn ansässig sei.

„Insgesamt führt das inzwischen zu einem deutlich veränderten Bevölkerungsbild mit einem hohen Anteil an Einwohnern mit Migrationshintergrund und Ausländern unterschiedlichster Nationalitäten“, schreiben die Christdemokraten. „Mehr als die Hälfte der Grundschulkinder, 55 Prozent, haben einen Migrationshintergrund und Förderbedarf. Uns stellt sich die Frage, ob Ahlhorn weiteren Zuzug durch Flüchtlinge verkraften kann.“

Die „Metropolpark Hansalinie“ soll, so interne Papiere, mehrere Gebäude auf dem ehemaligen Flugplatz angeboten haben. Kurzfristig sei Platz für 300 Personen verfügbar – was den Landkreis Oldenburg auch für eine Sammelunterkunft interessieren würde. Mittelfristig könnten aber auch 1500 Plätze für eine Erstaufnahme-Einrichtung angeboten werden. Dagegen sprechen sich sowohl der Landkreis als auch die Gemeinde Großenkneten vehement aus. Es handle sich um eine zu hohe Belastung des Sozialraums Ahlhorn. Zudem wirke sich eine Erstaufnahme nur geringfügig auf die allgemeine Aufnahmequote für den Landkreis aus, heißt es.

dr

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