Uni Bremen stellt Studie „Metro-Mobil“ im Wildeshauser Kreishaus vor

Harings: „Klimaschutz fängt im Kleinen an“

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Waren vom dem Elektro-Auto der Marke Teslar mehr als beeindruckt: Carsten Harings, Anna Meincke, Klimaschutzbeauftragte Manuela Schöne und Dirk Fornahl.

Landkreis - Von Sophie Filipiak. Pedelecs, Elektroauto, Bus und Bahn oder das gute alte Fahrrad – eigentlich gibt es viele Arten, die Arbeitsstelle zu erreichen und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun. Nur, vor allem im ländlichen Raum nutzen viele das eigene Auto. Dass es aber auch anders gehen kann, zeigt ein Versuch der Verwaltungen der Landkreise Oldenburg und Vechta, des Wildeshauser Johanneum-Krankenhauses sowie der Stadt Vechta.

Im Rahmen des Projektes „Betriebliches Mobilitätsmanagement: Alternative und kollektive Mobilitätsangebote für den ländlichen Raum der Metropolregion Nordwest“ (oder einfacher gesagt: „Metro-Mobil“) haben Mitarbeiter der Uni Bremen das Pendlerverhalten der Angestellten untersucht. Ergebnis: 43 Prozent wohnen weniger als zehn Kilometer von ihrer Arbeitsstelle entfernt. Trotzdem fährt der Großteil mit dem Auto zur Arbeit.

Auf Basis der Befragungen wurden im Mai und Juni diesen Jahres umsetzbare Maßnahmen vor Ort getestet.

Am Montag präsentierte Dr. Dirk Fornahl von der Uni Bremen die Ergebnisse im Wildeshauser Kreishaus. Sechs Angestellte erprobten Pedelecs. Nur die Hälfte von ihnen fuhr damit aber jeden Tag zur Arbeit. Von den elektrischen Fahrrädern waren alle Tester begeistert. Eine Gruppe von Landkreis-Mitarbeitern erprobte hingegen eine Fahrgemeinschaft in einem Elektro-Auto. Trotz einiger Mängel, wie ein zu kleiner Kofferraum, will diese Gruppe regelmäßig, wenn auch nicht fünf Tage die Woche, zusammen zum Kreishaus fahren.

Auf Grundlage der Umfrageergebnisse und der Testphase hat das Uni-Team zehn wichtige Empfehlungen gesammelt, die in einer Broschüre zusammengefasst wurden.

So sollen die Firmen vorallem mit finanzieller Unterstützung beispielsweise beim Kauf eines Pedelecs, für die klimafreundliche Fortbewegungsart werben. Landrat Carsten Harings zeigte sich beeindruckt von dem Projekt: „Wir müssen endlich aufhören, zu reden und anfangen, zu handeln. Denn Klimaschutz fängt im Kleinen an.“

„Metro-Mobil“ erhielt Förderung und Unterstützung von der Metropolregion Nordwest. Deren Geschäftsführerin Anna Meincke ist von der positiven Wirkung der Untersuchung nicht nur für den Klimaschutz überzeugt: „Die Unternehmen können sich als energieeffiziente und arbeitnehmerfreundliche Arbeitgeber präsentieren.“

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