Bürgerinitiative befragt Fraktionen

„Breiter Widerstand gegen Abholzungen“ auf dem Diakoniegelände

Erhaltenswert: Viele Ratsfraktionen wünschen sich, dass die alten Gebäude weiter genutzt werden.
+
Erhaltenswert: Viele Ratsfraktionen wünschen sich, dass die alten Gebäude weiter genutzt werden.

Wildeshausen – Die Bürgerinitiative „Naherholungsgebiet Himmelsthür“ zeigt sich in einer Mitteilung erfreut darüber, dass sich viele der im Wildeshauser Stadtrat vertretenen Parteien dafür einsetzen, dass der Wald auf dem Diakoniegelände vollständig erhalten bleibt und die Bürger bei der Frage der Nachnutzung des Areals beteiligt werden sollen.

Die Initiative zieht die Bilanz, nachdem sie sich an alle Fraktionen gewandt und von vielen eine Antwort erhalten hat. Den Angaben der Politiker sei auch zu entnehmen gewesen, dass bislang niemand über weitere Informationen der Investoren verfügt, so die Gruppe.

Nach Angaben der Initiative habe Bürgermeister Jens Kuraschinski betont, dass seiner Ansicht nach innovative Projekte und der Erhalt der historischen Gebäude absolute Priorität haben. Die Planskizze der Investoren für eine Nachnutzung würde hingegen eine andere Richtung verfolgen.

CDW: Verfall von ungenutzten Gebäuden würde keinem etwas bringen

Majken Hjortskov habe für die Grünen erklärt, dass bereits versiegelte oder bebaute frei gewordene Flächen auch zu Wohnzwecken genutzt werden sollten. Eine reine Erbauung von Einfamilienhäusern würde man hingegen nicht unterstützen.

Jens-Peter Hennken von der CDW habe geschrieben, dass die vorhandenen Gebäude und Bauteppiche auf dem Gelände der Himmelsthür sinnvoll genutzt werden sollten, da ein Verfall von ungenutzten Gebäuden keinem etwas bringen würde.

Für Kreszentia Flauger von der Linkspartei wäre eine Nutzung der bisher bereits bebauten Flächen insbesondere zur gemeinnützigen Nutzung unter der Prämisse vorstellbar, dass gegenüber der bisherigen Nutzung keine zusätzliche Umwelt-, Verkehrs- und Lärmbelastung eintritt. Um Wohnungsengpässe zu beseitigen, könne sie sich auch kleinere bezahlbaren Mietwohnungen und barrierefreie Angebote vorstellen, erklärte sie.

Auch die SPD-Fraktion hat nach Angaben der Initiative versichert, eine Flächennutzungsplanänderung sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans für großflächige Wohnbebauung auf dem Diakoniegelände nicht mitzutragen.

Rainer Kolloge von der UWG habe eine Zustimmung zur Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes ebenfalls explizit abgelehnt. Den Bebauungsplan der Investoren halte die UWG den Umständen nach für wirtschaftlich unrealistisch und würden eine weitaus dichtere Bebauung erwarten. Seine Fraktion strebe eine Nutzung des Areals für gesundheitliche Zwecke oder eine Bildungseinrichtung an.

„Deutlich wurde durch unsere Anfrage, dass viele offene Fragen hinsichtlich des weiteren Wachstums unserer Stadt bestehen und ein Fahrplan für die Zukunft fehlt“, stellt die Initiative fest. So sei nicht geklärt, ob und in welchem Umfang und an welcher Stelle Wildeshausen wachsen solle. Die Fragen der Infrastruktur (Straßennetz, Arbeitsplätze, Strom- und Kanalnetz, Wasser- und Abwasserversorgung, Krankenhaus, Schule, Schwimmbad) zeigten, dass vieles zu klären sei, bevor ernsthaft über ein neues Wohngebiet nachgedacht werden könne.  

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Meistgelesene Artikel

Heftige Reaktionen auf 2G-Regel: „Kack denen vor die Tür“

Heftige Reaktionen auf 2G-Regel: „Kack denen vor die Tür“

Heftige Reaktionen auf 2G-Regel: „Kack denen vor die Tür“
3 000 Zigarettenkippen in Wildeshausen gesammelt

3 000 Zigarettenkippen in Wildeshausen gesammelt

3 000 Zigarettenkippen in Wildeshausen gesammelt
Nur noch nach 2G-Regel geöffnet

Nur noch nach 2G-Regel geöffnet

Nur noch nach 2G-Regel geöffnet
Bundestags-Kandidaten diskutieren in Harpstedt: Reichen Anreize? Oder müssen auch Auflagen und Verbote her?

Bundestags-Kandidaten diskutieren in Harpstedt: Reichen Anreize? Oder müssen auch Auflagen und Verbote her?

Bundestags-Kandidaten diskutieren in Harpstedt: Reichen Anreize? Oder müssen auch Auflagen und Verbote her?

Kommentare