Das „International Hot Jazz Quartet“ spielt groß auf

Bravourös vorgetragene Arrangements und starke Soli

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Glänzten als Kombination und auch alleine: Paolo Alderighi, Piano, Duke Heitger, Trompete, Engelbert Wrobel, Klarinette und Saxophon, sowie Anthony Howe, Drums. 

Wildeshausen – Mit einem „Highlight-Button“ war das dritte Konzert im Veranstaltungs-Flyer der Jazz-Freunde Wildeshausen gekennzeichnet. Zu Recht? Eingeladen war in den Saal der Kreismusikschule. Hier traf am Freitagabend das „International Hot Jazz Quartet“ auf rund 90 Interessierte.

Schnell war klar, dass der „Highlight-Button“ in der Tat zu Recht vergeben worden war: Unter der Leitung von Engelbert Wrobel (Klarinette und Saxophon) boten die vier Vollblutmusiker alles auf, was Jazz ausmacht. Leicht und locker interagierten sie witzig mit ihrem Publikum. Die Gruppe steht für New Orleans Jazz und Harlem Swing der 20er- und 30er-Jahre, ist aber auch in den Gefilden des späteren Swing und frühen Bebop der 40er- und 50er-Jahre unterwegs.

Die Strapazen der teils überaus langen Anreise waren ihnen dabei in keiner Weise anzumerken. Ganz im Gegenteil: Bestens gelaunt bediente Paolo Alderighi aus Italien das Piano, während Duke Heitger aus den USA die Trompete spielte. Der aus Australien stammende Schlagzeuger Anthony Howe, der mittlerweile Singapur sein Zuhause nennt, war wohl die weiteste Strecke geflogen, um an den Drums zu überzeugen.

Von Stücken wie Louis Armstrongs „Swing That Music“ bis hin zu leiseren Werken wie dem „Pee Wee’s Blues“ von Charles Ellsworth Russell sprang die gute Laune des Quartetts schnell auf die Zuhörer über. Selbst schienen die Musiker immer wieder von ihrem gegenseitigen Können begeistert zu sein. Hatte der eine ein perfektes Solo dargeboten, kommentierten die anderen Bandmitglieder dies mit einem wohlwollenden Kopfnicken oder einer witzigen, anerkennenden Grimasse. Das Ensemble versucht, alle zwei Jahre zusammenzukommen, um in einer dreieinhalbwöchigen Europa-Tournee auf diversen Bühnen zu stehen. Da gibt es so schnell keinen Gewöhnungseffekt. Soli-Zwischenapplaus war den Vieren jeweils sicher.

Die nächste Veranstaltung der Jazz-Freunde Wildeshausen findet am 26. April im Rathaus statt. Das „Joscho Stephan Trio“ und Matthias Strucken sind zu Gast. Übrigens ist auch diese Veranstaltung mit einem „Highlight-Button“ bedacht.  mmm

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