Paar möchte sich als Hochzeitsausstatter etablieren

„Brautbude“ in Wildeshausen

„Die Brautbude“ in Wildeshausen: Grit Theißen und Marcel Heinig planen die Eröffnung für den 21. August.
+
„Die Brautbude“ in Wildeshausen: Grit Theißen und Marcel Heinig planen die Eröffnung für den 21. August.

Wildeshausen – Mitten in der Corona-Pandemie eine neue Geschäftsidee zu entwickeln, ein Ladenlokal anzumieten, zu renovieren, einzurichten und im August zu eröffnen – des erfordert schon einiges an Risikobereitschaft. Das Paar Grit Theißen (37 Jahre) und Marcel Heinig (34) aus Twistringen will es wagen, sich mit seinem Geschäft „Die Brautbude“ an der Westerstraße in der Kreisstadt und im Umland als Ausstatter für heiratswillige Frauen zu etablieren.

„Ich bin ein absoluter Visionär“, sagt Heinig, der fest an den Erfolg glaubt. Der 34-Jährige ist seit vielen Jahren als Hochzeitsplaner und Discjockey aktiv und kennt damit das „Geschäft“ mit dem schönsten Tag des Lebens aus verschiedenen Perspektiven. Seine Partnerin hingegen möchte mit dem neuen Laden einen Kindheitstraum Wirklichkeit werden lassen. „Brautmode und Hochzeiten haben mich schon immer begeistert“, sagt sie.

Marktanalyse ergibt gute Lage

Durch Zufall hatten die beiden das Ladenlokal in Wildeshausen entdeckt, in dem bis vor einem halben Jahr „Gina Laura“ ansässig war. Die Lage gefiel den Twistringern, und eine Marktanalyse ergab, dass in einem Umkreis von etwa 25 Kilometern kein weiterer Brautausstatter ansässig ist. Mit dem Vermieter entstand nach einigen Gesprächen eine wohlwollende Geschäftsbeziehung. Er investierte in die Sanierung einiger Bereiche und ließ die Geschäftsleute bis heute mietfrei renovieren und einrichten. Das Ladenlokal zeigt bereits erste Merkmale eines „Vintage-Stils“. „Wir haben hier die vergangenen Wochen und Monate viel geschuftet“, erzählt Theißen.

Ursprünglich wollten die beiden Twistringer schon im Februar starten. Der Termin war aber coronabedingt nicht einzuhalten. „Nun planen wir mit dem 21. August, wenn nichts Dramatisches dazwischenkommt“, so Heinig.

Bis dahin sollen die Möbel und natürlich die Brautkollektionen da sein. „Wir starten mit 80 bis 100 Kleidern“, erzählt Theißen. Dabei sei ihr wichtig, dass die Ware qualitativ hochwertig sei und nachhaltig in Europa hergestellt werde. Im Laden gibt es dann Braut- und Standesamtmode sowie Schuhe und Schmuck.

Wenn das Geschäft gut laufe, könne das Sortiment problemlos erweitert werden. Auch die Verkaufsfläche könne man noch vergrößern, kündigt Heinig an. Der 34-Jährige tüftelt mit seiner Partnerin an einem ausgeklügelten Marketingkonzept mit Internetseite und Social-Media-Auftritten. Sein Motto lautet: „Wir lieben, leben und lachen gemeinsam. Jetzt arbeiten wir auch zusammen.“

Den Starttermin halten Heinig und Theißen für geeignet. „Wer im kommenden Jahr heiraten möchte, der muss lange im Voraus planen“, sagen sie. Allein die Lieferzeit mancher Kleider belaufe sich auf mehrere Monate. Dass jetzt viel mehr geheiratet werden dürfte, sei wahrscheinlich, weil viele Paare den Termin wegen Corona verschoben haben. „Wir wollen mit unserem Laden eine Nische finden“, sagt Theißen. „Die künftigen Bräute sollen sich bei uns wohlfühlen und eine wunderschöne Zeit verbringen.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Villa Knagge verkauft

Villa Knagge verkauft

Villa Knagge verkauft
Horrorunfall ohne Führerschein verursacht

Horrorunfall ohne Führerschein verursacht

Horrorunfall ohne Führerschein verursacht
Extra-Schutz vor Wasserschäden?

Extra-Schutz vor Wasserschäden?

Extra-Schutz vor Wasserschäden?
Malteser aus Wildeshausen im Katastrophengebiet Ahrweiler

Malteser aus Wildeshausen im Katastrophengebiet Ahrweiler

Malteser aus Wildeshausen im Katastrophengebiet Ahrweiler

Kommentare