Investor plant nun Haus mit acht Wohneinheiten

Brauereiweg im Fokus

Hier soll neu gebaut werden: Der Investor möchte ein Haus mit mehreren Wohneinheiten bauen.
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Hier soll neu gebaut werden: Der Investor möchte ein Haus mit mehreren Wohneinheiten bauen.

Wildeshausen – Der geplante Neubau eines Mehrfamilienhauses am Brauereiweg in Wildeshausen dürfte schon bald wieder die Kommunalpolitik beschäftigen. Die Nachbarn hatten massiv gegen die Vorstellungen eines Investors protestiert, im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Am Krandel“ ein großes Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen zu errichten. Dieses Projekt wäre nur zu realisieren, wenn die Festsetzungen zur Baugrenze sowie zur Zahl der Vollgeschosse geändert worden wären. Nach einem Ortstermin hatte der Verwaltungsausschuss am 2. Juli jedoch die Beratung über eine Änderung des Bebauungsplanes in den Fachausschuss zurückverwiesen (wir berichteten).

Nun gibt es einen neuen Entwurf, der mit dem gültigen B-Plan kompatibel sein soll. Der Bauherr möchte dort ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen und einer Tiefgarage errichten. Er stößt damit aber weiterhin auf Gegenwehr der Nachbarn. Diese setzten sich für eine Beschränkung der Anzahl der Wohneinheiten auf dem Baugrundstück im Sinne des Erhalts des von Einfamilienhäusern geprägten Quartiers ein. Zudem wollen sie den Ausschluss von Flachdächern erreichen. 65 Anwohner von 37 Grundstücken aus der Gegend hatten sich mit dieser Forderung an die Stadtverwaltung gewandt.

Verschiedene Lösungen denkbar

Die politische Diskussion muss sich nun mit verschiedenen Fragen befassen. Einmal müssen sich die Ratsmitglieder mit dem ursprünglichen Antrag des Grundstückseigentümers auf Änderung des Bebauungsplanes beschäftigen. Alternativ könnten sich die Gremien die Auffassung der Nachbarn zu eigen machen und die Einleitung eines Bauleitplanverfahrens beschließen, das auf die Beschränkung der Anzahl der Wohnungen auf dem Grundstück abzielt. Denkbar wäre auch, die Beschränkungen sowie die Regelung der Dachform für den gesamten Geltungsbereich des Bebauungsplanes – und somit alle Anwohner – zur Vorschrift zu machen.

Sollte sich der Bauausschuss für ein Konzept aussprechen, das die Einfamilienhausbebauung schützt, müsste nach Angaben der Stadtverwaltung bei der Bauaufsicht ein Antrag auf Rückstellung des Baugesuches zur Errichtung des Acht-Parteienhauses gestellt werden. Dieser Antrag liegt dort offenbar bereits vor.

Zuwegung nicht geklärt

Unabhängig von all diesen Überlegungen stellt sich noch die Frage, wie ein Bauherr überhaupt das Grundstück am Brauereiweg erreichen kann. Die Zu- und Abfahrt müsste über eine nicht gewidmete Straße erfolgen, die der katholischen Kirchengemeinde St.-Peter gehört. Diese hat signalisiert, dass dort keine Baufahrzeuge fahren sollen.  dr

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