200 Zuschauer bei Musikschul-Präsentation

Boléro, Tango und Bananen-Shake

Auch Cellistinnen und ganz junge Blockflötistinnen waren Teil des „Boléro-Mitmachorchesters“. - Foto: an

Wildeshausen – das ist Tanz, das ist Rhythmus, das ist Spontanität und Lebensfreude. Von all dem bekamen am Donnerstagabend im Kreismusikschulsaal in Wildeshausen die fast 200 Zuschauer der Projektwochen-Abschlusspräsentation etwas mit. Da machte es gar nichts, dass die sieben Projektgruppen jeweils nur wenige Stunden Zeit zum Proben gehabt hatten.

„Irgendetwas haben wir richtig gemacht“, stellte Musikschulleiter Rafael Jung schon vor Beginn des Konzerts fest. Nicht nur angesichts der Zuschauermenge, sondern vor allem aufgrund der Tatsache, dass dieses Mal rund 100 Schüler an den Projekten teilgenommen hatten. Seit 2013 ist die Projektwoche fester Bestandteil des Musikschulkonzepts – um die Schüler ein wenig aus dem Alltagstrott des wöchentlichen Unterrichts zu holen und ihnen den „Blick über den musikalischen Tellerrand“ zu ermöglichen.

Den Startschuss zum Konzert gab die Percussion-Gruppe unter der Leitung von Gerhard Suhlrie mit purem Rhythmus. Sie stellte das Publikum auch gleich vor die erste Herausforderung, denn auch die Zuschauer sollten mittels Klatschen eine Rhythmusgruppe bilden. So steigerte sich die Performance von leise nach laut und das Projektwochen-Gefühl konnte nach außen weitergegeben werden: Jeder hatte viel Spaß beim Mitmachen und an der Musik.

Während die „Percusionista“, wie es auf Spanisch heißt, mit dem Publikum auf Augenhöhe trommelten, stand auf der Bühne schon das „Orchester“ von Andreas Evers bereit. Es widmete sich dem berühmten Boléro von Maurice Ravel. Evers wies zuvor noch darauf hin, wie wichtig der Part der Trommel bei dem Stück ist, und ließ Henry erst einmal ohne Orchester sein Solo vortragen. In der Evers-Fassung des „Boléro zum Mitmachen“ fanden dann ebenso die Celli Platz wie weitere Streicher und zwei junge Pianistinnen. Marie Grimm trug ein Querflötensolo vor. Auch ganz junge Blockflötistinnen waren beteiligt. Das Gesamtkunstwerk begeisterte das Publikum.

Das Ensemble von Angelika Scholl animierte wiederum zum Mitsingen: Bei dem Refrain von dem kubanischen Lied „Guantanamera“ stimmten alle mit ein.

„Jetzt wird es schwül hier im Saal“, prophezeite Jung, als er die nächste Gruppe ankündigte. Die jungen Streicher um Dozent Rüdiger Kuntz hatten sich den Tango vorgenommen. Es folgten die Latin Kids mit einem musikalischen „Bananen-Shake“ und dem kleinen Baumfrosch „El coquí“ im Gepäck. Den Text des Lullabys aus Puerto Rico gab es für das Publikum zum Mitsingen. Für Begeisterungsstürme sorgte die „Musica Cubana“ mit Thomas Milowski und vielen älteren Schülern – unter anderem mit „Oye como va“. Die Tänzer unter der Leitung von Martina Bley hatten Silke Rosiak und Anneke-Sophie von der Ecken bei der Erarbeitung der Choreografie unterstützt.

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