Bohrer frisst sich zum Erdgas durch

ExxonMobil nimmt Förderstätte bei Heinefelde wieder in Betrieb

Zwei Arbeiter schließen eine neue, 400 Kilogramm schwere und neun Meter lange Stange an das Bohrgestänge an. Fotos: bor

Wenn Sie diesen Artikel gelesen haben, ist ExxonMobil wieder ein paar Meter dichter am Erdgas: Ein 15 Zentimeter breiter Bohrkopf frisst sich zurzeit Tag und Nacht durch den Boden unter der Erdgasförderstätte „Dötlingen Z3A“ nordöstlich von Heinefelde in der Wildeshauser Landgemeinde. Dort, in einem der ertragreichsten Felder der Region, wurde von 1971 bis 2013 Erdgas zutage gefördert. Bis es in rund 3 800 Meter Tiefe zu einem technischen Problem kam, ein Teil der komplizierten Förderapparatur war abgerissen und nicht mehr zu reparieren.

Heinefelde - Exxon verfüllte das Bohrloch kurz über dem kaputten Gerät mit Zement und widmete sich anderen Aktivitäten. Doch jetzt soll das profitträchtige Feld, in dem 200 Millionen Kubikmeter Erdgas vermutet werden, wieder angezapft werden. Dazu wurde Anfang Juni ein 50 Meter hoher Bohrturm errichtet, über den zurzeit Jens Richter wacht. Der 57-Jährige ist leitender Bohrmeister und wird von den Kollegen nach seiner Zeit in Abu Dhabi „Sir Jens“ genannt.

Ergasbestände in tausenden Metern Tiefe

Richters Aufgabe lautet wie folgt: In 3260 Metern Tiefe eine rund 500 Meter lange Abzweigung schräg vom Hauptschacht bohren, die 50 Meter neben der ursprünglichen Bohrung auf die Erdgasbestände in rund 3 800 Metern Tiefe trifft. Der begehrte Stoff ist zurzeit in Sandgestein gebunden und von einer Salzschicht umgeben. Die verhindert, dass das Gas entweicht. Sobald aber das Förderrohr in die gasführenden Schichten stößt, strömt es nach oben. Das hänge mit dem Druck in der Lagerstätte zusammen, erklärt Richter.

ExxonMobil bohrt in Wildeshausen

ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornho lt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt
ExxonMobil investiert neun Millionen Euro, um die Erdgas-Förderstätte „Dötlingen Z3A“wieder in Betrieb zu nehmen. © Ove Bornholt

Im Gegensatz zu anderen Förderstätten handelt es sich bei „Dötlingen Z3A“ nicht um eine Gasblase, sodass nach der Förderung Hohlräume im Gestein zurückbleiben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese Erdbeben verursachen oder begünstigen. „Der Sandstein verändert seine Struktur nicht“, betont Exxon-Sprecher Klaus Torp. Es gebe keine Druckunterschiede, die seismische Aktivitäten auslösen könnten. Das geförderte Sauergas muss noch aufbereitet werden, bevor damit geheizt werden kann. Dafür betreibt Exxon in Sage (Gemeinde Großenkneten) eine Anlage.

Naturschützer kritisieren Grundwasser-Gefährdung

Häufiger Kritikpunkt von Naturschützern ist eine Gefährdung des Grundwassers. Torp betont, dass die Bohrung erst unter der grundwasserführenden Schicht beginnt. Auf dem Abschnitt von der Erdoberfläche bis dahin seien die Rohre per Ramme in den Boden getrieben geworden. 

Weiterer Kritikpunkt ist das sogenannte Lagerstättenwasser, das Schwermetalle und andere gefährliche Stoffe enthalten kann. Dabei handelt es sich um Wasser, das sich im Sandgestein befindet. Dadurch dass der Druck durch die Bohrung nachlässt, steigt es nach oben. Exxon muss dieses Wasser, das bei der Förderung an die Oberfläche gelangt, speziell entsorgen. Wo genau das bei der Bohrung „Z3A“ passiert ist noch nicht entschieden, auch weil unklar ist, wie viel davon anfällt. Der Bohrer hat das Förderfeld schließlich noch nicht erreicht. Aber Richter und seine Leute arbeiten Tag und Nacht daran. 

Wenn alles gut läuft, soll die Förderung noch vor Ende des Jahres beginnen. Exxon investiert neun Millionen Euro und will für mindestens zehn bis 15 Jahre Erdgas gewinnen.

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