Boden bis zur Tiefe von 3,90 Metern nicht tragfähig/ Feuerwehrhaus betroffen?

Torflinse in der Pagenmarsch: Wird es noch viel teurer?

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Unter dem Füllsand in der Pagenmarsch liegt eine Torflinse.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Reißt eine Torflinse in der Pagenmarsch ein neues riesiges Loch sowohl in finanzieller Hinsicht als auch ganz real auf der Fläche des geplanten Feuerwehrhauses? Fakt ist, dass bei Bohrungen eine Stelle im Untergrund gefunden wurde, die es unmöglich macht, darauf ein Gebäude zu erstellen. Die Konsequenzen sind derzeit noch nicht absehbar.

Die Nachrichten, die dem Verwaltungsausschuss der Stadt übermittelt wurden, sind jedenfalls alarmierend. Auf der Erweiterungsfläche des Feuerwehrhauses in der komplett sanierten Pagenmarsch findet sich in einer Tiefe von 2,60 bis 3,90 Metern eine nicht tragfähige Torflinse. Diese sei bislang nicht entdeckt worden, weil sie deutlich unter dem gewachsenen Boden liege, heißt es. Aufgefallen ist sie wohl jetzt erst, als Probebohrungen für den Feuerwehrhausbau durchgeführt wurden.

Es dürften sich nun weitere Untersuchungen anschließen, ob die Torflinse entfernt werden oder eine Gründungsplatte gelegt werden muss. Beides dürfte teuer werden – und das, wo die Sanierung des Geländes schon 2,85 Millionen Euro verschlungen hat (fast zwei Millionen Euro mehr als ursprünglich veranschlagt wurde).

Einige Mitglieder des Rates sind schwer erbost, zumal die Verwaltung offenbar noch nicht darlegen konnte, seit wann man über die Torflinse Bescheid weiß. Die Beprobung des sanierten Bereiches war nämlich schon im vergangenen Jahr erfolgt und hatte dazu geführt, dass die Sanierung erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Ob auch ein geplantes Rettungszentrum betroffen ist, hängt unter anderem von der Größe der Torflinse ab, die noch nicht feststeht. Schon im vergangenen Jahr hatte es heftige Diskussionen im Rat darüber gegeben, dass nicht das gesamte Gelände so verdichtet wurde, dass dort Gebäude errichtet werden können.

Aber es gibt weiteren Diskussionsbedarf. Offenbar dürfen Fahrzeuge der Feuerwehr und eines geplanten Rettungszentrums nicht die gleiche Zufahrt benutzen. Somit müsste rechts vom Wall eine weitere kostspielige Zufahrt gebaut werden, die von hinten zum Gelände führt. Geklärt ist auch noch nicht, ob der geplante Höhenversatz von 80 Zentimetern auf dem Areal Probleme bringt, wenn es stark regnet. Weiterhin gibt es noch immer keine Pläne und finanziellen Berechnungen für die Außenanlagen. Die Entschärfung der Kurve der Krandelstraße ist zudem nicht abschließend geregelt, weil Grundstücksankäufe nicht möglich waren. Dass bislang noch keine Aufträge für den Bau des Feuerwehrhauses vergeben wurden, bedeutet zudem, dass sich das Projekt nicht nur verzögert, sondern möglicherweise auch teurer wird.

Die Politik erwartet nun schnelle Antworten. Auch darauf, wie es angehen kann, dass das Gelände nicht schon lange auf die Standfestigkeit untersucht wurde. Denn Torflinsen hätte man auch schon vor Sanierungsbeginn finden und dann im Zuge der Arbeiten entfernen können.

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