Krankenhaus Johanneum beginnt mit Vorbereitungen für Baumaßnahme

Blutbuche bleibt, Weide muss weg

Die Blutbuche ist offenbar durch die Bauarbeiten zur Erweiterung des Johanneums nicht gefährdet. Foto: ts

Wildeshausen – Das Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen startet am Dienstag, 18. Februar, mit den vorbereitenden Maßnahmen für die erste der insgesamt drei Baustufen des umfangreichen Projektes zur Zukunftssicherung des Standortes Wildeshausen. Im Bereich Bettenhaus-Ost und Krankenhausparkplatz an der Deekenstraße erfolgen nach Angaben von Pressesprecherin Ulrike Berg unter Berücksichtigung der rechtlichen Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes die erforderlichen Rodungsarbeiten. Zudem komme es in den nächsten Monaten zu weiteren Vorbereitungen wie der notwendigen Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen zum Bettenhaus-Ost.

„Währenddessen wird der Bauantrag fertiggestellt, und anschließend erfolgt die öffentliche Ausschreibung“, erläutert Hubert Bartelt, Verwaltungsdirektor des Krankenhauses Johanneum, in einer Mitteilung.

Die erste Baustufe umfasst einen Anbau an das Bettenhaus-Ost, in dem unter anderem die erweiterte Sektion Geriatrie untergebracht werden soll. „Die demografische Entwicklung in unserer Region lässt einen steigenden Bedarf an wohnortnaher, hochqualifizierter Patientenversorgung insbesondere hinsichtlich alterstypischer Erkrankungen unter anderem mit Hilfe geriatrischer Medizin erwarten“, wird Bartelt zitiert.

Mittlerweile ließ die Stiftung Johanneum nach eigenen Angaben auch die Weide an der Visbeker Straße durch einen Sachverständigen in Augenschein nehmen. Anlass war die Beanstandung der Stadt Wildeshausen hinsichtlich des Zustandes des Baumes. Das Ergebnis ist eindeutig: In der Krone hat der Baum Totholz und starke Pilzbesiedelung. Nach Sachverständigenempfehlung muss dieser Baum gemäß rechtlicher Vorgaben kurzfristig bis Ende Februar gefällt werden, um eine Gefährdung des Verkehrs zu vermeiden, heißt es von der Stiftung Johanneum.

Der Erhalt der Blutbuche an der Visbeker Straße sei indes ein großes Anliegen der Stiftung. „Daher hat die Stiftung einen Gutachter beauftragt“, betont Bartelt in der Mitteilung. „Eine erste Inaugenscheinnahme sieht den Erhalt des Baumes durch die Bauarbeiten im Rahmen der Planungen des dritten Abschnittes als nicht gefährdet an.“ Die Stiftung Johanneum erhoffe sich durch das Gutachten, das schon in einigen Wochen vorliegen und Bestandteil des Bauantrages werden wird, die Bestätigung für die weiteren Planungen, heißt es abschließend.  dr

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