CDW regt Verkehrsentwicklungsplan auf Basis vorliegender Gutachten an

Bitte um Blick in die Schublade

Eng: Auf der Huntestraße begegnen sich Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger. Foto: dr

Wildeshausen – Die Initiative der SPD, einen autofreien Sonntag in der Innenstadt zu etablieren, ist seit der vergangenen Ratssitzung vom Tisch. Dennoch ist die Diskussion über die Verkehrsführung in der Wildeshauser Einkaufszone und den umliegenden Straßen wieder neu entbrannt. So hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Sasse vor wenigen Wochen unter anderem angeregt, die Hunte- und Westerstraße zu Einbahnstraßen umzufunktionieren sowie mehr Parkplätze zu schaffen. Es sei sinnvoll, alte Pläne zu aktualisieren und neue Konzepte zu entwickeln.

In der Tat sind einige Ideen, die auf dem Tisch liegen, nicht neu. So hatte die „Planungsgemeinschaft Verkehr Dargel Hildebrandt“ aus Hannover bereits im 2016 vorgestellten Verkehrsentwicklungsplan für die Stadt Wildeshausen modellhaft errechnet, wie die Fahrzeugströme verlaufen könnten, wenn beispielsweise die Hunte und die Wittekindstraße zu Einbahnstraßen werden. Das Zahlenwerk wurde jedoch nicht in ein neues Konzept eingebracht.

Die CDW-Fraktion im Wildeshauser Stadtrat wünscht sich nun mehr Klarheit, was die Faktenlage betrifft. „Die jüngste Diskussion um geeignete Maßnahmen, unsere Innenstadt attraktiver zu gestalten und den Kraftfahrzeugverkehr zu reduzieren, zeigt, dass oft mit Halbwissen und ,aus dem Bauch heraus‘ argumentiert wird“, kritisiert CDW-Ratsherr Jens-Peter Hennken in einem Antrag an die Verwaltung. So werde von Erfahrungen aus der Innenstadtsperrung im Jahr 1996 bis zu fertigen „Einbahnstraßenkonzepten“ die „gesamte Klaviatur von Möglichkeiten“ diskutiert, ohne diese mit den im Stadthaus vorliegenden Konzepten und Gutachten zum Thema abzustimmen. „Unser Antrag soll hier Abhilfe schaffen und helfen, die notwendige Diskussion um die Innenstadtentwicklung zu versachlichen“, so Hennken.

Die CDW möchte durch ihren Vorstoß erreichen, dass die Verwaltung die im Stadthaus vorliegenden Verkehrsentwicklungspläne und -gutachten zusammenstellt sowie die dort gemachten Vorschläge aufbereitet und im Rahmen einer Präsentation im Fachausschuss vorstellt.

„Auf dieser Basis ist ein Verkehrsentwicklungsplan mit dem Ziel zu erstellen, vor allem den Durchgangsverkehr auf der Westerstraße und Huntestraße zu reduzieren. Dabei sind die Interessen der Anlieger der umliegenden Straßen zu berücksichtigen“, heißt es im Antrag. Weiter sollten mehr bedarfsgerechte Parkmöglichkeiten in der Innenstadt geschaffen werden. In diesem Zusammenhang sei auch zu prüfen, wie ein modernes Parkleitsystem aufgebaut werden kann, so die CDW-Fraktion.  dr

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Weltweit Kritik an Trumps Golanhöhen-Vorstoß

Weltweit Kritik an Trumps Golanhöhen-Vorstoß

Schwager der vermissten Rebecca frei

Schwager der vermissten Rebecca frei

Brexit verschoben - aber weiter keine Lösung in Sicht

Brexit verschoben - aber weiter keine Lösung in Sicht

Trommel-Ensemble „Kokubu“ in der Glocke

Trommel-Ensemble „Kokubu“ in der Glocke

Meistgelesene Artikel

Buchreihe bei Hockensberg: Zwei Voten, aber noch kein Beschluss

Buchreihe bei Hockensberg: Zwei Voten, aber noch kein Beschluss

Renovierung der St.-Peter-Kirche im Zeitplan

Renovierung der St.-Peter-Kirche im Zeitplan

Müll verschandelt Marsch

Müll verschandelt Marsch

Abriss erst nach dem Gildefest

Abriss erst nach dem Gildefest

Kommentare