Beratung im Schulausschuss

Bislang kein freier WLAN-Zugang an Schulen im Landkreis Oldenburg

+
Derzeit ist WLAN an weiterführenden Schulen nur kontrolliert nutzbar.

Wildeshausen - Gute Internetverbindungen sind an weiterführenden Schulen absolut sinnvoll. Nach Einschätzung der Kreisverwaltung ist die verstärkte Nutzung eines WLAN-Netzes neben der bestehenden Verkabelung aus dem künftigen Schulleben nicht mehr aufzuhalten.

„Die Anzahl der mobilen Endgeräte sowie die Vielfalt der verschiedenen Systeme wird die Netzwerkinfrastruktur vor neue Herausforderungen stellen“, heißt es in einer Sitzungsvorlage für den Schulausschuss heute in Hude. 

Es ist die Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion. Allerdings rät die Kreisverwaltung von einer flächendeckenden, unkontrollierten Bereitstellung freien WLANs derzeit ab, zumal die erforderlichen Bandbreiten in der Praxis aktuell nicht realisierbar erscheinen.

13 Schulen befragt

Bereits im Herbst hatte das Schulamt einen Fragebogen an 13 weiterführende oder berufsbildende Schulen im Landkreis Oldenburg versandt. Durch die Befragung sollte geklärt werden, wie die aktuelle Versorgung vor Ort ist und wie die Schulen das Thema pädagogisch bewerten. Die Analyse zeigte auf, dass aktuell an keiner der neun Schulen, die geantwortet hatten, ein freier, kostenloser sowie unkontrollierter WLAN-Zugang besteht. 

Demgegenüber gibt es an fünf Schulen die Möglichkeit, sich für einen Zugang freischalten zu lassen. An lediglich drei Schulen ist WLAN in allen Bereichen der Gebäude verfügbar, an sechs Schulen nur teilweise – wobei die Kreisverwaltung nicht mitteilt, wo im Landkreis das der Fall ist. An zwei Schulen, so die Mitteilung, beschäftigt sich das Kollegium konkret mit der Frage, ob ein freies Netz für Schüler aufgebaut werden sollte.

WLAN-Zugang kontrollieren

In der Regel ist an den Schulen im Landkreis die private Nutzung mobiler Endgeräte im Alltag verboten. Dadurch soll die direkte Kommunikation der Schüler vor allem in den Pausen gestärkt werden. Zudem wird ein „Missbrauch“ befürchtet, weil die Schüler dann ständig die aktuelle private Nachrichtenlage überpüfen würden.

Eine Alternative wird demgegenüber in der Bereitstellung von kontrolliertem WLAN gesehen. Die Nutzung der Schulnetzwerke würde dadurch erleichtert. Es wäre zudem möglich, verstärkt auf bislang kaum verwendete Materialangebote und neue Lernzugänge zuzugreifen, so die Kreisverwaltung. 

Weniger Kosten für Unterrichtsmaterial

Durch die Nutzung des eigenen Endgerätes könnten sich Kosten für Atlanten, Duden, Wörterbücher oder Taschenrechner verschieben. Des Weiteren wäre es denkbar, in Zukunft auf PC-Arbeitsräume zu verzichten und damit neue Raumkapazitäten zu schaffen.

Zunächst regt die Kreisverwaltung an, in Abstimmung mit den einzelnen Schulstandorten auf Grundlage der pädagogischen Anforderungen einen nachhaltigen Ausbau der Netzwerkinfrastruktur sowie eine ausreichende Bandbreitenversorgung anzustreben. Dazu gibt es schon vorbereitende Gespräche, heißt es.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Brücke von Genua unterlag besonderen EU-Sicherheitsauflagen

Brücke von Genua unterlag besonderen EU-Sicherheitsauflagen

Gladbecker Geiseldrama: Landeschefs besuchen Grab

Gladbecker Geiseldrama: Landeschefs besuchen Grab

Das können Outdoor-Smartphones

Das können Outdoor-Smartphones

Vom Apple zum Androiden wechseln

Vom Apple zum Androiden wechseln

Meistgelesene Artikel

Schummelei bei Bauplätzen: Verwaltung schaut genauer hin

Schummelei bei Bauplätzen: Verwaltung schaut genauer hin

Teurer Brandschutz: 600.000 Euro mehr für Umzug der Polizei

Teurer Brandschutz: 600.000 Euro mehr für Umzug der Polizei

Moto-Cross-Club geschockt: Stadt will Anlage kaufen

Moto-Cross-Club geschockt: Stadt will Anlage kaufen

Unfall in Dötlingen: 50-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt

Unfall in Dötlingen: 50-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt

Kommentare