Öffentliche Bücherei hat Medien zur Integrationshilfe ins Sortiment aufgenommen

Mit Bildern auf dem Weg zur deutschen Sprache

Britta Reussing präsentiert einige der Medien für die sprachliche Integrationshilfe. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Fragen zur Grammatik beantwortet immer wieder der Duden. Was aber ist mit den Flüchtlingen und anderen ausländischen Mitbürgern, die der deutschen Sprache noch nicht mächtig sind ? Hilfe hat hier die Öffentliche Bücherei Wildeshausen, die jetzt eine große Auswahl an Medien für die Integrationshilfe bereithält.

„Damit können wir Menschen, die Integrationsarbeit leisten, Medien an die Hand geben, die das Lernen der deutschen Sprache deutlich vereinfachen und interessant machen“, so Bücherei-Leiterin Britta Reussing. In der Tat sind die Bücher sehr verständlich. So gibt es zum Beispiel verschiedene Bilderwörterbücher für Kinder und Erwachsene in Deutsch, Bulgarisch, Russisch, Kurdisch mit Kurmandschi und Sorani, Rumänisch, Arabisch, Farsi, Französisch und Englisch.

Wie in einem „normalen“ Wörterbuch können darin Begriffe aus allen Bereichen des Lebens, vom Essen, Trinken und Handwerk bis hin zu Medikamenten und Hygieneartikeln, nachgeschlagen werden. Eben zu allen Themen, die täglich gebraucht werden: „Die Menschen tippen einfach auf das Foto und finden daneben in den verschiedenen Sprachen, vorrangig in Deutsch, die Begriffe“, so Reussing. Das sei ein sehr guter Weg, Interesse zu wecken, die deutsche Sprache zu erlernen: „Auch Lesepaten an den Schulen nutzen diese Medien, die in größerer Anzahl vorhanden sind.“

Für dieses Projekt hat Reussing Mittel beim Offizialat beantragt und bekommen. Zudem gab es Bücher von der VGH-Stiftung, und es wurden Eigenmittel verwendet. „Das ganze Projekt hat einen geschätzten Wert von rund 4 000 Euro. Ich sehe diese Investition jedoch als überaus wichtig an, um die Integration der Menschen voranzutreiben und zu unterstützen“, betont Reussing. Die Kooperation mit den Grundschulen und Kindergärten haben schon längst deutlich gemacht, dass es sehr wichtig ist, den Kindern etwas an die Hand zu geben: „In diesen Büchern erkennen sie die Dinge in ihrer Muttersprache und werden animiert, Deutsch zu lernen. Sie freuen sich stets über jedes neue Wort.“

Ein positives Fazit zieht Reussing zum Leseverhalten der Kinder im Allgemeinen: „Wir haben nach wie vor wachsende Ausleihzahlen. Auch im ersten Quartal hat es wieder eine Steigerung zum Zeitraum aus dem Vorjahr gegeben.“ Immer mehr Kinder kämen in die Bücherei, um sich anzumelden: „Sie wollen gerne lesen. Auch das sind die Früchte unserer Kooperation mit den Schulen und Kindergärten.“

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