Stadt plant Maßnahme

Schock im Wald: Rücksichtslose Biker versetzen Fußgänger „in Angst und Schrecken“

Hier queren Mountainbiker: In der Lehmkuhle kann es zu gefährlichen Situationen kommen.
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Hier queren Mountainbiker: In der Lehmkuhle kann es zu gefährlichen Situationen kommen.

Wildeshausen – Das war schon ein kleiner Schock für Michaela Granel aus Wildeshausen. Sie war am Mittwoch auf dem Walderlebnispfad in der Lehmkuhle zu Fuß unterwegs, als an einer unübersichtlichen Stelle plötzlich mehrere Mountainbiker mit ihren Rädern über einen kleinen Wall kommend über den Fußweg flogen und wieder im Wald verschwanden.

„Keiner von denen hatte Rücksicht auf uns Spaziergänger genommen. Ich kann mir vorstellen, dass sie uns gar nicht gesehen haben mit Helm und Tunnelblick“, berichtete Granel und fragt sich, ob vielleicht von der Stadt versäumt wurde, eine neu errichtete Mountainbike-Route nicht genügend zu kennzeichnen und somit darauf hinzuweisen, dass Sportler mit hoher Geschwindigkeit den Weg kreuzen.

Ihre Anfrage richtete Granel an die Stadt Wildeshausen und den Naturschutzbund Dötlingen-Wildeshausen (Nabu), der maßgeblich an der Ausgestaltung des Bereiches beteiligt ist. „Schließlich sind auf diesem Walderlebnispfad viele Familien mit ihren Kindern, Senioren und auch normale Radler unterwegs. Nicht auszudenken, was bei einem Unfall alles passieren kann“, sagt Granel.

Der Walderlebnispfad sei für die Erhaltung der Natur sehr informativ, daher könne sie es nicht verstehen, dass durch das „Wohnzimmer der Wildtiere“ so eine Strecke errichtet werde. Gerade in dem Bereich mit vielen Mulden habe sie schon öfter Wild beobachten können, das durch die Radler gestört werden würde.

Stadt sagt: Keine derartige Strecke angelegt!

Hans Ufferfilge, Pressesprecher der Stadt Wildeshausen, machte am Donnerstag deutlich: „Von uns ist dort keine derartige Strecke angelegt worden.“ Er wolle schnellstmöglich zusammen mit dem Bezirksförster eine pragmatische Lösung suchen, um Mountainbike-Fahrer an der Nutzung des Areals zu hindern.

In einem früheren Fall hatte die Stadt dafür gesorgt, größere Baumstämme quer zur Fahrtroute abzulegen und – wenn sie übereinandergeschichtet sind – als Barriere aufzubauen.

Für die nächste Woche sind ohnehin Gespräche zwischen der Stadt und dem Nabu geplant. Pressesprecher Wolfgang Pohl geht davon aus, dass dann auch die Mountainbiker zur Sprache kommen. „Die suchen sich einfach so den Weg“, hat er schon vor geraumer Zeit festgestellt. „Das ist ein Ärgernis, wenn sie Fußgänger, Jogger oder Radfahrer in Angst und Schrecken versetzen.“ Verbotsschilder hält Pohl für „Quatsch“. Quergelegte Baumstämme hingegen seien ein geeignetes Mittel, um Mountainbiker aufzuhalten. Er weist darauf hin, dass es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt. „Dort müssen alle aufeinander und auf die Natur Rücksicht nehmen“, betont Pohl.

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Ufferfilge kündigt zeitnahe Lösungen für das Problem an, sobald die Ansprechpartner erreichbar sind. Dann könnte auch ein anderes Thema erörtert werden. „Des Öfteren habe ich gesehen, dass Hunde ihr Beinchen an den Klöppeln des Dendrophons heben“, teilt Granel mit. „Die Besitzer stört das leider nicht. Vielleicht sollten die Klöppel höher gehängt werden. Möglicherweise kann das mit wenig Aufwand geändert werden.“  

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