Pöbeleien in der Wildeshauser Gastronomie

Betrunkene Landesliga-Kicker schießen Eigentor

Jubel nach dem 2:1 für Deutschland: Im Biergarten des Alten Amthauses wurde gefeiert – und offenbar gepöbelt.
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Jubel nach dem 2:1 für Deutschland: Im Biergarten des Alten Amthauses wurde gefeiert – und offenbar gepöbelt.

Wildeshausen – Eine Mannschaftsfeier der 1. Herren-Mannschaft des VfL Wittekind Wildeshausen ist am 19. Juni so ausgeufert, dass zwei Spieler die Nacht in der Ausnüchterungszelle der Polizei verbracht haben und sich die Beteiligten am nächsten Tag sowohl bei der Abteilungsleitung des Vereins als auch in zwei Lokalen in aller Form für ihr Verhalten entschuldigt haben.

Nach Informationen unserer Zeitung hatte sich das Team am Tag zu internen Ehrungen und Verabschiedungen getroffen und anschließend eine Art Schnitzeljagd unternommen. Dabei und danach floss offenbar reichlich Alkohol – unter anderem in Lokalen in der Wildeshauser Innenstadt.

Im Rahmen der Fußballübertragung ab 18 Uhr im Biergarten des Alten Amtshauses soll es zu Pöbeleien gegen Personal und einer körperlichen kurzen Auseinandersetzung mit dem Inhaber gekommen sein, die damit endete, dass zwei Spieler einem polizeilichen Platzverweis nicht nachkommen wollten und über Nacht in die Ausnüchterungszelle der Polizei mussten. Im Anschluss kam es noch zu Problemen mit anderen Gästen in der Brasserie. Dort soll aber nur ein kleiner Teil der Mannschaft dabei gewesen sein, da das Teamtreffen offiziell im Alten Amtshaus beendet worden war.

Beteiligte entschuldigen sich

Den Beteiligten war ihr Verhalten am nächsten Tag in nüchternem Zustand offenbar extrem peinlich. „Die Drähte haben den Sonntag über geglüht“, so Fußball-Abteilungsleiter Matthias Ruhle. Das Verhalten von Teilen der Mannschaft in der Öffentlichkeit sei nicht akzeptabel gewesen. „Alle, die dabei waren, haben sich schon am Sonntag in aller Form bei den Wirten, dem Personal und betroffenen Gästen entschuldigt und die Entschuldigungen sind angenommen worden“, so Ruhle. Den Spielern sei es sehr unangenehm gewesen, aus der Ausnüchterungszelle abgeholt zu werden. Weitere polizeiliche Ermittlungen gebe es aber nicht. Das bestätigt die Polizeipressestelle.

Mit dem Verein ist schon am Sonntagabend in großer Runde vereinbart worden, dass die Spieler eine Wiedergutmachung in den kommenden Wochen vornehmen. Man wolle den Vorfall auf keinen Fall unter den Teppich kehren, aber auch nicht unnötig aufbauschen, erklärte Ruhle. Man habe mit den jungen Leuten alles geklärt, aufgearbeitet und angemessen darauf reagiert. Schließlich sei die 1. Herren das Aushängeschild des Vereins. Man müsse den Beteiligten aber auch zugestehen, ihr Fehlverhalten zu bereuen und Besserung zu geloben. Für die Wirte seien die Vorfälle ebenfalls geklärt. Die feucht-fröhliche Nacht solle keine weiteren Konsequenzen haben.

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