Landgericht muss jetzt Fahrer ermitteln

Betrunken gegen Zaun gerast

Symbolbild: dpa

Wildeshausen - Wegen Kennzeichenmissbrauchs, Straßenverkehrsgefährdung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr und Unfallflucht muss sich seit Dienstag ein 36 Jahre alter Mann aus Wildeshausen vor dem Oldenburger Landgericht verantworten.

Der Angeklagte soll zusammen mit seinem Bruder am 26. Juni vorigen Jahres ein altes Fahrzeug repariert haben, um es dann Probe zu fahren. Nachdem ein ungültiges Kennzeichen (nicht versichert und versteuert) an dem Fahrzeug angebracht worden war, ging die Fahrt los.

Dabei taten sich gleich mehrere Probleme auf. Zum einen verfügt der Angeklagte über keine Fahrerlaubnis, zum anderen hatte er einen Blutalkoholwert von 2,74 Promille. Man beschleunigte das Fahrzeug auf 170 km/h, dann nahm die Fahrt in Kirchseelte ein jähes Ende. Das Fahrzeug überfuhr Stromkästen, Gartenzäune und kam schließlich auf der Beifahrerseite liegend vor einem Baum zum Stehen. Die beiden Brüder krabbelten dann aus dem Fahrzeug und verschwanden.

Aussage widerrufen vor Gericht

Zwanzig Minuten später hatte die Polizei den Angeklagten ermittelt. Er gab zu, das Fahrzeuge gefahren zu sein. Sein Bruder sei Beifahrer gewesen. Jetzt aber widerrief der Angeklagte die Aussage. Er sei nicht gefahren, sein Bruder sei gefahren, erklärte er. Der Bruder des Angeklagten bestätigte gestern diese Aussage. Fall erledigt? Keineswegs. Die Staatsanwaltschaft ist nach wie vor der festen Überzeugung, dass der Angeklagte der Fahrer war.

Schon einmal musste sich der 36-Jährige wegen der Vorwürfe vor Gericht verantworten. Das Wildeshauser Amtsgericht hatte ihm die Version, nicht gefahren zu sein, nicht widerlegen können und ihn diesbezüglich freigesprochen. Nur wegen des ungültigen Kennzeichens wurde der vielfach vorbestrafte Angeklagte schuldig gesprochen und zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. - wz

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